Magerkeit – nicht immer leicht zu ertragen

In einer vom Schlankheitsdiktat beherrschten Gesellschaft ist es oft anspruchsvoll zu bestehen. Doch auch Menschen mit einer konstitutionellen Magerkeit können sich unwohl fühlen in ihrer Haut, genau wie jene mit Übergewicht.

Zur Erinnerung: Von Magerkeit spricht man bei einem Body Mass Index von 14,5 bis 16,5 kg/m2. Der Begriff «konstitutionelle Magerkeit» ist noch jung, datiert aus den 1980er-Jahren. Er bezeichnet eine gegebene, vererbte Magerkeit, die nicht mit der erworbenen Magerkeit (durch Krankheit, Ernährungsverhalten usw.) zu verwechseln ist.

Wie können Menschen mit einem zu hohen Grundumsatz oder zu wenig Appetit zunehmen? Und vor allem: Wie lässt sich «gesund» an Gewicht zulegen, da «Kalorienbomben» in der Regel zu viel Fett und Zucker enthalten und im Übermass eben schädlich sind für die Gesundheit?

Hier die goldenen Regeln der gesunden Gewichtszunahme:
• Nehmen Sie vermehrt komplexe Kohlenhydrate zu sich (Brot, Teigwaren, Reis usw.), d. h., bevorzugen Sie generell Vollkornprodukte, denn ihr Nährwert ist optimal.
• Schnell verwertbare Zuckerarten sollten Sie in Form gesunder Lebensmittel zuführen: Dörrobst, Getreidebiskuits und -riegel, Puddings und Früchtedesserts.
• Schmecken Sie gekochte Speisen mit ein wenig Butter oder kalt gepresstem Öl ab, bestreuen Sie Suppen, Pürees, Linsengerichte, Omeletten usw. mit Reibkäse.
• Knabbern Sie zwischen den Mahlzeiten Nüsse: Sie enthalten gesunde Fettarten sowie wertvolle Vitamine, Mineralien und Spurenelemente.
• Verwenden Sie nach Herzenslust Gewürze, denn sie regen das Hungergefühl an, indem sie die Produktion der Verdauungssekrete fördern. Übrigens: Kaugummi hat die gleiche Wirkung.
• Fruchtsaft ist besonders kalorienreich. Zudem enthält er schnell verwertbaren Fruchtzucker (Fructose), der das Hungergefühl anregt.

Sinn und Zweck von Muskelaufbautraining

Menschen, die natürlicherweise mager sind, können durchaus von kräftiger Konstitution und topfit sein. Hingegen empfinden sich viele Betroffene, wie eingangs beschrieben, manchmal als zu dünn und können mitunter auch darunter leiden. Als ausgezeichnete Lösung bieten sich hier Sportarten an, welche die Muskulatur harmonisch ausbilden (vor allem das Muskelaufbautraining). Eine schlanke und durchtrainierte Figur wirkt allemal besser als eine magere mit schlaffer Muskulatur.

Rita Ducret-Costa
Chefredakteurin von vitamag®, Pharmazeutin mit Abschluss an der Universität von Bologna, Ernährungswissenschaftlerin und Homöopathin.

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