Der Schnupfen vermeiden, das ist möglich!

Der Winter ist noch immer da – mit kurzen, grauen Tagen, die uns einen Mangel an Vitamin D bescheren, diesem unentbehrlichen Immunstimulans. Dazu kommen unzählige Rhinoviren, die es auf unsere Atemschleimhäute abgesehen haben. Durch die warme Heizungsluft und die winterliche Kälte drohen die Schleimhäute auszutrocknen, wodurch die Gefahr einer Infektion steigt. Gefährdet sind insbesondere Personen, deren Immunsystem durch Stress, saisonale Niedergeschlagenheit oder eine unausgewogene Ernährung geschwächt ist.

Wenn dann der Frühling seine Fühler ausstreckt, muss unser Organismus häufig mit abrupten Temperaturschwankungen fertig werden, die das Immunsystem erneut auf eine harte Probe stellen.

Präventive Massnahmen

• Es beginnt mit dem Menüplan. Eine Ernährung mit viel Gemüse und frischen Früchten, Cerealien und Vollkornprodukten sowie mageren Proteinquellen liefert die notwendigen Mikronährstoffe für eine schlagkräftige Immunabwehr.

Nahrungsergänzungen und gewisse Pflanzen bieten wertvolle Unterstützung. Bewährt haben sich Multivitamin- und Multimineralstoffkomplexe, Aminosäuren, plasmolysierte pflanzliche Hefe, Echinacea, Knoblauch usw.

• Eine konsequente Handhygiene ist unabdingbar, da Rhinoviren über die Hände übertragen werden, ebenso wie Speicheltröpfchen beim Sprechen oder Niesen.

• Weitere wirksame Massnahmen sind das Lüften von Wohnräumen, die Befeuchtung der Umgebungsluft sowie das Spülen der Nase mit einer physiologischen Lösung oder einer sterilisierten Meerwasserlösung, um die Atemschleimhaut zu stärken.Verbrauchte Luft erhöht den Bedarf an Vitamin A, das wiederum auf die Nasenschleimhaut wohltuend wirkt. Betonen Sie, dass es wichtig ist, regelmässig zu lüften! ​

• Um die Ansteckungsgefahr zu minimieren, sollten Nasentropfen und Nasensprays nicht innerhalb der Familie weitergegeben werden. Jedes Familienmitglied sollte sein eigenes Produkt zur Hand haben.

Lindernde Massnahmen

Nicht immer ist es möglich, einen Schnupfen zu vermeiden – ihn zu behandeln, hingegen schon. Eine ideale Ergänzung zu relativ hoch dosierten Präparaten mit Vitamin C und Zink sowie Echinacea sind gefässverengende Präparate, Fumigationen, das Auftragen einer wärmenden Salbe oder Bäder mit ätherischen Ölen.

Schnell und langanhaltend wird die Nase frei durch ein topisch (d. h. lokal) angewendetes gefässverengendes Präparat in Form von Tropfen, Spray oder Gel. Zum Beispiel wirkt Oxymetazolin bereits nach 1 Minute und während 12 Stunden. Solche Topika für die Nase lindern nicht nur die Schnupfensymptome, sondern helfen auch, anderen Atemwegserkrankungen vorzubeugen. Wenn sie am Abend angewendet werden, wirken sie dem Hinunterlaufen von Schleim in den Rachen entgegen – und verhindern somit einen nächtlichen Hustenreflex und Halsschmerzen beim Aufwachen.

Diese Nasenprodukte sollten ohne ärztliche Rücksprache nicht länger als eine Woche angewandt werden! Bei längerem Gebrauch können diese Medikamente zu einer Gewöhnung führen, zudem können sie eine trockene Rhinitis mit Krustenbildung und Atemschwierigkeiten auslösen. Bei Bedarf kann als Ersatz eine physiologische Lösung oder eine Lösung mit sterilisiertem Meerwasser angewendet werden.

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