Blasenentzündung – behandeln und vorbeugen

Blasenentzündung
Cystitis ist eine Infektion der Blase, die sehr schmerzhaft sein kann.

Eine Blasenentzündung ist alles andere als angenehm! Fast jede Frau ist irgendwann davon betroffen. Die akute bakterielle Harnwegsinfektion mit Beteiligung der Blase erzeugt äusserst lästige und schmerzhafte Symptome.

Häufiger Harndrang mit geringen Harnmengen und ein Brennen beim Wasserlassen sind die Leitsymptome einer Blasenentzündung. Verantwortlich sind gewisse Bakterien, insbesondere Escherichia coli.

Treten zudem Fieber, Schüttelfrost oder Kreuzschmerzen auf, kann es sich um eine Nierenbeckenentzündung handeln, und es sollte dann möglichst rasch ein Arzt/eine Ärztin konsultiert werden.

Antibiotika nicht immer nötig

Nicht immer ist die Einnahme von Antibiotika zwingend. Oft lässt sich eine Blasenentzündung durch die Befolgung nachfolgender Empfehlungen beseitigen. Tritt allerdings nach einigen Tagen keine Besserung ein oder kommt es in kurzen Zeitabständen zu Rückfällen, ist ein Arztbesuch unumgänglich.

Typischerweise geht die Blasenentzündung mit einer Besiedelung von Bakterien einher, deshalb lässt sich mit einer grösseren Urinmenge die Blase «spülen». Empfehlung Nr. 1 lautet also: Viel trinken, mindestens 2 Liter über den Tag verteilt. Empfehlung Nr. 2 : Pflanzliche Produkte zur Hilfe nehmen, z. B. Bärentraube.

Diese Pflanze zeichnet sich durch ihre antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung auf die Harnwege aus. Bärentraube ist in unverarbeitetem Zustand bzw. als getrocknete Blätter erhältlich und kann zu einer Mazeration oder einem Absud verarbeitet werden. Es gibt sie aber auch in der praktischeren Tablettenform.

Achten Sie beim Kauf eines Bärentraubenblätter-präparates auf den Arbutingehalt. Arbutin ist der Hauptwirkstoff der Bärentraubenblätter. Dieser entfaltet seine antibakterielle Wirkung erst ab einer Tagesdosierung von 400 mg.

Zum Vorbeugen

Diverse Hygienemassnahmen wirken in hohem Masse vorbeugend. Bekanntermassen tritt die Blasenentzündung nach Geschlechtsverkehr gehäuft auf. Vor – und – zwingend nach – dem Geschlechtsverkehr sollte die Frau deshalb Wasser lassen. Hingegen ist eine übertriebene Intimhygiene eher kontraproduktiv.

Manche Frauen reagieren auch empfindlich auf Kälte und Feuchtigkeit. Sie sollten darauf achten, dass sie sich nicht unterkühlen und z. B. nie länger einen nassen Badeanzug tragen.

Viel Trinken empfiehlt sich – wie bereits erwähnt – auch zur Vorbeugung. Rückfälle lassen sich zudem durch einen regelmässigen Konsum von Cranberrysaft verhindern.