Im Gespräch mit… Viktor Röthlin

4523 Kilometer pro Jahr!

Die Schweizer Leichtathletik-Bewegung steckt in einer Krise. Zurzeit gibt es nur wenige Schweizer Athleten, die sich auf internationaler Ebene zu profilieren vermögen. Die bemerkenswerten Spitzenleistungen, die Viktor Röthlin erbringt, verdienen deshalb umso mehr Respekt.

Weshalb haben Sie sich für Marathonläufe entschieden?

Weil ich weder Tennis noch Fussball spielen konnte. Im Ernst: Mein Talent für den Laufsport wurde schon früh entdeckt. Ich habe mit den kurzen Distanzen angefangen und diese wurden dann immer länger, bis hin zum Marathon.

Welches sind Ihre schönsten Erinnerungen und Resultate?

Da gibt es natürlich sehr viele. Ich habe an mehreren Orten auf dieser Welt gute Resultate gezeigt und verbinde damit schöne Erinnerungen. Natürlich denke ich an meinen grossen internationalen Sieg beim Tokio-Marathon in 2:07:23 und an den Europameisterschafts­titel in Barcelona am Schweizer Nationalfeiertag! Ich erinnere mich auch gerne an die WM-Bronzemedaille und an mein Diplom im Sommer 2008 an den Olympischen Spielen in Peking.

Nur eine Zahl … wie viel ­Kilometer rennen Sie pro Jahr?

Wenn ich mich spezifisch auf einen Marathon vorbereite, dann laufe ich ca. von Luzern ans Nordkap. Das sind ca. 4523 km. Zum Glück laufe ich pro Jahr 2 Marathons, so dass ich vom Nordkap auch wieder zurückkomme.

Was für ein Verhältnis haben Sie zu Ihrer Gesundheit?

Meine Gesundheit ist mir sehr wichtig, da ich nur meine Leistungen bringen kann, wenn ich gesund bin. Zudem bin ich ausgebildeter Physiotherapeut und werde immer wieder mit der Wichtigkeit der Gesundheit auch von anderen Menschen konfrontiert.

Wie wird Ihr Berufsleben nach dem Spitzensport aussehen?

Mit meiner Firma VikMotion habe ich mir zum Ziel gesetzt, möglichst viele Schweizerinnen und Schweizer in Bewegung zu setzen.