Im Gespräch mit… Urs Lehmann

Vom Skilaufen zur Homöopathie

21 Jahre nach den olympischen Winterspielen in Sapporo richtete Japan 1993 die Skiweltmeisterschaft in Morioka aus. Ein 24-jähriger Schweizer gewinnt die Abfahrt – die Königsdisziplin. Urs Lehmann ist Weltmeister! Und hier sitze ich nun dieser charismatischen Person in einem entspannten, herzlichen und engagierten Gespräch gegenüber. Urs Lehmann ist CEO (General-direktor) der Similasan AG. Das perfekte Beispiel einer gelungenen beruflichen Umorientierung!

Warum haben Sie sich für das Skilaufen entschieden?

Ich bin in einer Familie von Sportlern aufgewachsen. Zeitweise waren 7 Mitglieder der Familie Lehmann im Hockeyteam des SC Langnau. Ich spielte Tennis, Fussball und lief Ski – letzteres jedoch eher als Zufallsprodukt!

Welches sind Ihre schönsten Erinnerungen?

Trotz zahlreicher Verletzungen bleiben die 8 Jahre Weltcup für immer in meinem Gedächtnis. Natürlich ist dabei der Weltmeistertitel in der Abfahrt 1993 das herausragende Ereignis.

Sind Sie sportlich noch aktiv?

Soweit dies möglich ist, mit viel Freude. Ich laufe gerne, fahre Rad, spiele Fussball usw.

Wie haben Sie die Umorien­tierung vorbereitet?

Es war mir immer bewusst, dass nach der aktiven Skilaufbahn noch 30 Jahre Berufsleben vor mir liegen. Noch während des Skilaufens habe ich mein Abitur vorbereitet. Nach dem Sport habe ich in Zürich angefangen zu studieren und setzte meine Studien dann in St.Gallen fort mit dem Abschluss als Lic. rer. pol. und Dr. rer. pol.

Was machen Sie jetzt beruflich?

Ich bin Generaldirektor der Similasan AG, einer auf Homöopathie spezialisierten Gesellschaft mit Sitz in Jonen. Ich bin sehr glücklich in dieser Funktion und freue mich, in einem faszinierenden Bereich für ein ausgezeichnetes Unternehmen mit gestalten zu können. Ausserdem bin ich seit 2 Jahren Präsident des SSV (Schweizerischer Ski-Verband), eine Aufgabe, die mir ebenfalls gut gefällt.

Welche Beziehung haben Sie zum Thema Gesundheit?

Als Profisportler habe ich rund um die Uhr mit meinem Körper gearbeitet und daher zwangsweise immer auf meine Gesundheit geachtet. Ich habe dies immer gern gemacht.