Hautentzündungen: Ursachen und Behandlung

Entzündung Haut
Eine Hautentzündung ist eine Reaktion auf die Anwesenheit eines Reiz- oder Krankheitserregers.

Hautentzündungen – ob an der Oberfläche oder in tiefer liegenden Gewebeschichten – sind häufig unästhetisch, unangenehm und gar schmerzhaft.

Eine Entzündung der Haut kann als Abwehrreaktion auf Reizstoffe, ätzende Mittel oder Krankheitserreger verstanden werden. Dem Philosophen Kelsos (2. Jh. v. Chr.) zufolge wird sie typischerweise von 4 Phänomenen begleitet: Rubor (Rötung) mit lokaler Gefässerweiterung, Calor (Hitze), Tumor (Schwellung, Ödem) und Dolor (Schmerz).
Im Jahr 1848 fügte Dr. Rudolf Virchow die Functio lesa hinzu, die funktionelle Einschränkung, dies völlig zu Recht, denn ein verletztes Organ kann seine Funktion nicht mehr richtig wahrnehmen.

Warum diese Reaktion?

Durch die lokale Gefässerweiterung wird die Blutzirkulation angeregt, damit abgestorbene Zellen und Toxine abtransportiert und heilungsfördernde Elemente, insbesondere weisse Blutkörperchen, zugeführt werden können. So kommt es typischerweise zu Rötung und Hitze sowie zum Bluterguss und damit auch zur Schwellung. Diese erzeugt wiederum Druck auf die umliegenden Nerven, was zu Schmerzen und Juckreiz führt.

Schmerzhafte Symptome

Der Umlauf ist eine akute Infektion am Finger (weit seltener am Zeh). Obschon meist Bakterien die Auslöser sind (Staphylokokken oder Streptokokken), können Hautrisse oder Splitter die Entstehung begünstigen.

Beim Abszess sammelt sich in einer neu entstandenen Körperhöhle Eiter an. Verschiedenste Faktoren kommen dafür in Frage: Bakterien, Parasiten, Fremdkörper oder chemische Stoffe.

Beim relativ weit verbreiteten Furunkel handelt es sich um eine akute Infektion des Haarbalges, der Stelle, an der ein neues Körperhaar entsteht. Auslöser ist meist dieBakterie Staphylococcus aureus.

Vorbeugung und Behandlung

Eine rigorose Hygiene (von Gesicht, Händen, Maniküregeräten usw.) gilt als A und O der Vorbeugung, um das Auftreten dieser Infektionen zu vermeiden.

Von Grossmutters Hausmitteln (Umschläge und Bäder mit Extrakten aus Malve oder Königskerze; Heilerde) über Antibiotika, bis hin zum Skalpell ist das therapeutische Arsenal breit gefächert.

Bewährt hat sich auch der Wirkstoff Ammonium bituminosulfonat mit seiner dreifachen Wirkung: entzündungshemmend, antibakteriell und juckreizlindernd. Er ist in verschiedenen Konzentrationen für verschiedene Entzündungstypen erhältlich. Die Konzentration 50 % bietet sich auch für Entzündungen am Bewegungsapparat und unblutige Verletzungen an.