Wenn Rohkost schwer aufliegt

Geraspelte Möhren, Gurken, Tomaten,… Personen, denen Rohkost schwer aufliegt, müssen sich abfinden, dass sie an einer Rohkost-Unverträglichkeit leiden und ihren Rohkostverbrauch einschränken sollten. Anderenfalls wird der Dickdarm immer gereizter und zunehmend blähungsanfällig.

Doch wenn aus Verträglichkeits- oder Geschmackgründen auf ein gesundes Nahrungsmittel verzichtet werden muss, ist unbedingt für einen Ersatz mit  vergleichbarem Nährwert zu sorgen, damit keine Mängel entstehen.

Früchte sind nach Möglichkeit durch frische Fruchtsafte sowie durch Kompotte zu ersetzen, und das Gemüse kann gegart werden. Das Garen macht die Nahrungsfasern verdaulicher, doch das Sieden bei hohen Temperaturen zerstört das wasserlösliche Vitamin C und das in Gemüse und Obst besonders reichlich vorhandene Kalium. Gemüse wird deshalb mit Vorteil im Dampf – anstatt in Wasser oder Bouillon – „al dente“ gekocht. Auch das Kochwasser darf übrigens genossen werden.

Einige Gemüsesorten blähen auch, wenn sie gar sind, so etwa Bohnen- und Kohlgemüse (Weiss- und Rotkohl, Rosenkohl, Blumenkohl, Broccoli). Werden diese unbedeckt gekocht, sind sie etwas verträglicher.

Wie man den Verlust von Vitaminen ausgleicht?

Karotten, Zucchetti und viele andere Gemüse ergeben, in Würfel oder Streifen geschnitten und kurz blanchiert, schmackhafte Salate. Frischen Zitronensaft in die Salatsauce und reichlich Petersilie darüber, und sie strotzen von Vitamin C. Petersilie ist überdies ein vorzüglicher Kaliumspender und wirkt somit harntreibend.

Essen Sie auch Dörrfrüchte und Hartschalenobst (Nüsse), sofern Sie es vertragen. Deren Vitamin-Gehalt ist zwar gering, doch dafür enthalten sie sehr vie1 Kalium, Nahrungsfasern, Vitamin B, Magnesium, Eisen usw.

Fürchten Sie nach gelegentlichen Abschweifungen (z.B. Mahlzeiten auswärts) das Auftreten von Beschwerden, sollten Sie ein geeignetes Mittel zur Hand haben, das auch im Voraus eingenommen werden kann. Blähungen können mit verschiedenen rezeptfreien Arzneimitteln vermieden oder behoben werden, zum Beispiel mit Magenenzymen, Holzkohle und ganz besonders mit Dimeticon.

Rita Ducret-Costa
Chefredakteurin von vitamag®, Pharmazeutin mit Abschluss an der Universität von Bologna, Ernährungswissenschaftlerin und Homöopathin.

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