Vitamin D – nicht nur für die Knochen

Sonne Vitamin D
Sonnenlicht, die wichtigste "Quelle" für Vitamin D

Die Bedeutung von Vitamin D3 (Cholecalciferol) für die Gesundheit und Widerstandskraft von Skelett und Zähnen hat, ist weithin bekannt. Das Vitamin fördert die Calciumaufnahme im Darm sowie die Calciumeinlagerung in den Knochen und Zähnen. Ein ernsthafter Mangel führt zu Rachitis, Osteomalazie (Knochenerweichung) und Osteoporose. Auch Zahnkaries und Parodontose können auf einen Mangel an Vitamin D3 hindeuten, obwohl hier natürlich auch weitere Faktoren, wie etwa die Mundhygiene, ausschlaggebend sind. Vitamin D3 kann aber noch mehr …

In Kombination mit Calcium spielt es eine Rolle bei der Verhütung von Darmkrebs. Durch die Regulierung der Hautzellen kann Vitamin D bei Psoriasis Linderung verschaffen.

Sonnenlicht, die wichtigste „Quelle“ für Vitamin D

Über die Nahrung kann Vitamin D nur in geringen Mengen aufgenommen werden. Vitamin D – nicht nur für die Knochen Einzig durch Lachs liesse sich der Tagesbedarf decken, und auch dann nur durch den Verzehr von täglich 2 Portionen! Die natürliche «Hauptquelle» von Vitamin D ist die Sonne: Unsere Haut stellt es mit Hilfe der UV-Strahlung selber her. Es wird empfohlen, sich jeden Tag für etwa 20 Minuten der Sonne auszusetzen.

Allerdings wird die Cholecalciferol-Synthese durch Sonnenschutzprodukte mit einem Schutzfaktor von 8 und höher gebremst und nimmt auch mit zunehmendem Alter ab. Mit den für unsere Breitengrade typischen Jahreszeiten kann mit der Besonnung allein nicht das ganze Jahr über für eine ausreichende Vitamin-D-Produktion gesorgt werden. Nach Angaben des BAG leiden während der Winterphase (Dezember – März) mehr als 60% der Schweizer Bevölkerung aufgrund der geringeren Sonnenexposition an Vitamin D-Mangel.

Setzen Sie auf diese Nahrungsmittel

Muskelschwäche, stärkere Müdigkeit… Möglicherweise leiden Sie an Vitamin-D-Mangel. Wenn dies der Fall ist, probieren Sie die wenigen Lebensmittel aus, die Vitamin D enthalten. Dabei handelt es sich hauptsächlich um fetten Fisch: Lebertran, Hering, Makrele, Sardinen in Öl, Lachs, Thunfisch, aber auch dunkle Schokolade, Vollmilch, Eigelb oder Champignons.

Sind Ergänzungen nötig?

Säuglinge und Kinder unter drei Jahren sowie schwangere und stillende Frauen benötigen deshalb unter kinderärztlicher bzw. gynäkologischer Aufsicht eine dauerhafte Ergänzungstherapie. Dasselbe gilt für ältere Menschen ab 60 Jahren. Für alle anderen ist eine Vitamin- D-Supplementierung nur im Winter angezeigt.

Diese unterstützt zudem die Immunabwehr: Bei Infekten fördert Cholecalciferol die Aktivität der weissen Blutkörperchen.

Vorsicht: Vitamin D ist fettlöslich und daher bei hohen Dosen potenziell toxisch. Erhöhen Sie die Dosis daher nicht, ohne sich vorher von einem Arzt beraten zu lassen!