#StayHome Beim Sport zu Hause nicht übertreiben

Fitnessprogramme für zu Hause haben zurzeit Hochkonjunktur. Die BFU zeigt, wie man das Verletzungsrisiko dabei so gering wie möglich hält. Wichtig ist, nur professionelle Angebote zu wählen – und solche, die den eigenen Fähigkeiten entsprechen. Entscheidend ist auch, dass man gefährliche Hindernisse wegräumt und dass man seinen Ehrgeiz unter Kontrolle hat.

Ohne Sport zu leben, mehrere Wochen oder Monate lang, können sich viele Menschen nicht vorstellen – und auch für die Gesundheit empfiehlt es sich, trotz der Einschränkungen durch das Coronavirus aktiv zu bleiben. Doch wie geht das, wenn das Fitnesscenter geschlossen ist, der Sportverein pausieren muss und selbst die Walkingrunde durchs Dorf nicht empfohlen wird?

Das Internet hat viele Antworten parat: Fitnessprogramme und Krafttrainings für zu Hause, Yogalektionen über Skype, Workout-Tipps für Anfänger, Trainingsgeräte im Sonderangebot. Leider kann es auch beim Sport in den eigenen vier Wänden zu Unfällen mit Verletzungen kommen. «Wichtig ist, dass man Trainingsprogramme von glaubwürdigen Anbietern wählt», erklärt Hansjürg Thüler, Leiter Sport und Bewegung bei der BFU. «Man vertraut besser auf renommierte Fitnesscenter, Hochschulen oder Gesundheitsorganisationen als auf eine beliebige Person bei YouTube.»

Genug Platz, keine Basteleien

Wer an einem ungewohnten Ort in der Wohnung trainiert, muss wahrscheinlich zuerst Platz schaffen. Hindernisse, Kanten und Stolperfallen gehören aus dem Weg geräumt, rutschige Böden sollte man meiden. Je enger der Raum, desto ruhigere Bewegungen sind angezeigt.

Vorsicht ist auch geboten, wenn man neue Geräte installiert. Eine hastig montierte Klimmzugstange oder improvisierte Hilfsmittel sind unnötige Unfallrisiken. Übungen am Boden sind meist sicherer.

Anfänger sollen wie Anfänger trainieren

Wer zu Hause Sport treibt, ob durch ein Video angeleitet oder nicht, sollte sich nur Übungen vornehmen, die sie oder er auch sonst beherrscht. Wenn das Gesundheitssystem am Limit läuft, ist dies nicht die Zeit für sportliche Experimente, wie BFU-Experte Thüler betont. Wer jetzt mit etwas Neuem beginnen will, wählt darum am besten ein Angebot, das speziell für Anfänger gekennzeichnet ist.

Auch durch übertriebenen Ehrgeiz könnten Wohnzimmersportler und -athletinnen ziemlich schnell in der Arztpraxis oder im Spital landen. Wettkämpfe mit anderen Familienmitgliedern oder Online-Trainingskollegen sind daher keine gute Idee. Viel besser: Die Übungen technisch sauber, langsam und kontrolliert ausführen – stets dem eigenen Level angepasst.

Die BFU unterstützt die Strategie des Bundesrats und des Bundesamts für Gesundheit BAG zur Eindämmung des neuen Coronavirus. Zu Hause wie unterwegs ist es wichtiger denn je, sich vorsichtig zu verhalten, um nicht mit vermeidbaren Unfällen das Gesundheitssystem zusätzlich zu belasten.

Kontakt BFU Medienstelle: [email protected] / +41 31 390 21 21