Sonnencreme – auf diese Inhaltsstoffe sollten Sie achten!

Bei der Auswahl des passenden Sonnenschutzmittels gibt es einiges zu beachten. Parabene sind zwar immer seltener in Sonnencremes enthalten, dafür wurden sie aber durch andere Inhaltsstoffe ersetzt, die im Verdacht stehen, endokrine Disruptoren zu sein.

Zum Schutz vor den UVA- und UVB-Strahlen der Sonne sind Sonnenschutzmittel unentbehrlich, doch nicht nur ihre Wirksamkeit sollte bedacht werden. Einige Formeln enthalten in der Tat immer noch viele giftige Inhaltsstoffe. Wenn auch oft von Parabenen die Rede war, die in kosmetischen Produkten inzwischen seltener vorkommen, so stehen doch einige Konservierungsmittel und Filter im Verdacht, endokrine Disruptoren zu sein, wie die neuesten Studien zeigen.

Octocrylen: ein Filter mit vermeintlich toxischen Eigenschaften

Das in Kosmetika, insbesondere in Sonnenschutzmitteln und Antifaltencremes, weit verbreitete Octocrylen wurde erst kürzlich von Forschern in einer Anfang März 2021 veröffentlichten Studie in Frage gestellt. Offenbar wird diese chemische Verbindung, deren unerwünschte Wirkungen bisher wenig untersucht wurden, mit der Zeit in Benzophenon umgewandelt. Diese Verbindung, die beim Abbau von Octocrylen entsteht, ist ein Mutagen, ein Karzinogen und ein endokriner Disruptor, dessen Verwendung in Lebensmitteln und Kleidung verboten ist. Diese neue Studie zeigt auch, dass mehr als 70 % des Benzophenons in Sonnencremes über die Haut aufgenommen werden und damit gesundheitliche Risiken einhergehen.

Chemisches oder mineralisches Sonnenschutzmittel: Wo liegen die Unterschiede?

und leichter aufzutragen, enthalten aber mehrere künstliche Substanzen, die im Verdacht stehen, hormonell zu wirken oder durch Ablagerung im Organismus Allergien auszulösen. Mineralische Filter bestehen in der Regel aus einer Paste aus Zink und Titandioxid und sind für den Körper ungefährlich, aber auffälliger, da sie einen weißen Film auf der Haut hinterlassen. „Die meisten Produkte enthalten beide Filter, um besser vor UVA- und UVB-Strahlen zu schützen“, so Bernard Noël, Dermatologe am Centre Hospitalier Universitaire Vaudois (CHUV).

Nanopartikel: Müssen wir uns vor ihnen in Acht nehmen?

Um jedoch auch ästhetischen Ansprüchen gerecht zu werden, bieten die Hersteller von mineralischen Sonnencremes ihre Produkte inzwischen in transparenten Lotionen an, in denen die Größe der Zinkpartikel verringert wurde. Obwohl die gesundheitliche Unbedenklichkeit von Nanopartikeln immer noch umstritten ist und Zink-Nanopartikel in Kosmetika verboten sind, dürfen Hersteller sie verwenden, wenn ihre Produkte weniger als 50 % Nanopartikel enthalten, die kleiner als 100 Nanometer sind. Es gilt jedoch zu beachten, dass Nanopartikel aufgrund ihrer Beschaffenheit unlöslich und biopersistent sind. Dieser Aspekt wird von Wissenschaftlern regelmäßig thematisiert, da derzeit noch keine langfristigen Auswirkungen auf die Gesundheit oder die Umwelt bekannt sind.

Das umstrittene Phenoxyethanol

Phenoxyethanol ist ein petrochemisches Konservierungsmittel, das in vielen Sonnenschutzmitteln unter dem Namen Phenoxethol, Rose Ether, Phenyle Cellosolve oder Ethylenglycol enthalten ist. Es wird eingesetzt, um die Entwicklung von Schimmelpilzen und Bakterien in Kosmetika zu verhindern, ist aber seit einigen Jahren wegen seiner gesundheitlichen Risiken umstritten. Tatsächlich haben mehrere Studien gezeigt, dass es schwere Augen- und Hautreizungen verursachen kann und den Hormonhaushalt negativ beeinflusst. Viele Länder verbieten inzwischen dessen Verwendung, insbesondere in Babyprodukten. „Alle Sonnencremes enthalten Konservierungsstoffe“, erklärt Bernard Noël. „Wenn Sie jeden Tag literweise davon auf Ihre Haut auftragen, besteht Grund zur Sorge. Der beste Schutz gegen die Sonneneinstrahlung ist immer noch Kleidung.“

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