Schwangerschaft und körperliche Aktivität: ein vorteilhaftes Duo für die Lunge des Babys

Sofern keine medizinischen Kontraindikationen vorliegen, ist bekannt, dass moderate und angemessene körperliche Aktivität während der Schwangerschaft der Gesundheit der Mutter und des ungeborenen Kindes guttut. Eine neue Studie von Forschern der Universität Oslo bestätigt, dass körperliche Bewegung der werdenden Mutter mit einer besseren Lungenfunktion des Kindes verbunden ist.

Frühere Studien haben gezeigt, dass Menschen mit schlechter Lungenfunktion in der frühen Kindheit ein höheres Risiko für Asthma und andere obstruktive Lungenerkrankungen haben. Daher ist es wichtig, die Faktoren zu ermitteln und zu erforschen, die mit der Lungenfunktion von Säuglingen in Zusammenhang stehen, um präventive Massnahmen zu ergreifen, welche die Gesundheit der Atemwege gewährleisten.

Bewegung zur Verbesserung der Lungengesundheit von Babys

In dieser neuen Studie mit mehr als 800 Säuglingen wurde zum ersten Mal festgestellt, dass die Lungengesundheit von Kindern körperlich inaktiver Mütter insgesamt schlechter ist als die von Kindern aktiver Mütter.

Die Forscher baten die werdenden Mütter, in der 18. und 34. Schwangerschaftswoche Fragebögen über ihre Gesundheit, ihren Lebensstil, sozioökonomische Faktoren und ihre Ernährung auszufüllen. Sie wurden auch gebeten, anzugeben, wie oft, wie lange und mit welcher Intensität sie Sport treiben, wodurch sie in drei Gruppen (inaktiv, ziemlich aktiv oder sehr aktiv) eingeteilt werden konnten.

Die Lungenfunktion der Babys wurde gemessen, als sie etwa drei Monate alt waren; mit einer Maske zeichneten die Forscher den Fluss und das Volumen der ein- und ausgeatmeten Luft auf. Das Ergebnis: Nur 4,2% (22) der 524 Babys von aktiven Müttern gehörten zu der Gruppe mit der niedrigsten Lungenfunktion (gegenüber 8,6% der Babys von inaktiven Müttern).

Die Priorität: ein rauchfreies Zuhause

Daher scheint Bewegung während der Schwangerschaft der Schlüssel zur Verbesserung der Gesundheit der Atemwege von Kindern zu sein. «Diese Studie bietet einen faszinierenden Hinweis darauf, dass eine erhöhte körperliche Aktivität von Müttern mit einer besseren Lungenfunktion ihrer Babys und damit möglicherweise auch mit deren Gesundheit im späteren Leben verbunden ist», sagt Jonathan Grigg, Professor für pädiatrische Atemwegs- und Umweltmedizin an der Queen Mary University of London. Es sind jedoch weitere Untersuchungen erforderlich, um diesen Zusammenhang zu bestätigen.

Das Team von Dr. Gudmundsdottir plant, weitere Zusammenhänge zwischen körperlicher Aktivität von Müttern und Asthma, Allergien und anderen nicht übertragbaren Krankheiten zu untersuchen. In der Schweiz ist eines von 10 Kindern und einer von 14 Erwachsenen von Asthma betroffen.

Die Fachleute weisen auch darauf hin, dass das Wichtigste, was Mütter für ihre eigene Gesundheit und die ihres Babys tun können, darin besteht, vor, während und nach der Schwangerschaft nicht zu rauchen oder andere Tabakprodukte zu konsumieren. «Ein rauchfreies Zuhause hat den grössten Einfluss auf die Lungenfunktion und die Gesundheit in der Kindheit und im späteren Leben», bestätigt der Spezialist.

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