Die Schlüssel zu einem dauerhaften Gewichtsverlust

Der Sommer ist eine Zeit, in der man seinen Körper verstärkt der Öffentlichkeit aussetzt. Zu dieser Zeit werden die Betroffenen auch an die Probleme des Übergewichts erinnert. Abgesehen von ästhetischen Erwägungen sind Übergewicht und Fettleibigkeit vor allem wichtige Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei großer Hitze ist das Risiko noch höher, da das Herz bereits eine große Anstrengung unternehmen muss, um sich an die Umgebungstemperatur anzupassen. Um die Gesundheit zu erhalten und das tägliche Wohlbefinden wiederzuerlangen, ist es an der Zeit, eine dauerhafte Gewichtsabnahme in Betracht zu ziehen.

In den meisten Fällen steht Übergewicht in direktem Zusammenhang mit den Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten. In der westlichen Welt haben immer mehr energiereiche und gezuckerte Nahrungsmittel Einzug gehalten, geregelte Mahlzeiten sind seltener. Wir legen mehr Wert auf schnelles als auf qualitativ gutes Essen, und wegen Naschereien muss sich niemand mehr rechtfertigen. Dem Zeitmangel ist auch die Bewegung zum Opfer gefallen. Durch diese schleichenden Veränderungen im Alltag bewegt sich unsere Gesellschaft langsam in Richtung Übergewicht, 10% der Bevölkerung leiden gar an Fettsucht.

Ziel: Wiedererlangen des Wohlfühlgewichts

Der erste Schritt zu einer Normalisierung des Gewichts besteht unabhängig von der Motivation – frisch verliebt oder der Gesundheit zuliebe – darin, dass sich die Betroffenen die Fakten bewusst machen. Einen Anhaltspunkt dazu gibt der Body-Mass-Index (BMI = Gewicht durch Körpergrösse im Quadrat). Anhand des BMI lässt sich auf jeden Fall beurteilen, ob eine Gewichtsreduktion in Frage kommt. Bei einem Wert von unter 18 ist davon abzuraten. Lassen Sie sich bei Bedarf von einer medizinischen Fachperson beraten.

In jedem Fall ist eine dauerhafte Gewichtsabnahme ein langfristiger Prozess, der nicht von heute auf morgen erreicht werden kann. Abnehmen braucht Zeit: Wer ein Kilo verlieren will, muss 7000kcal verbrennen oder entsprechend weniger essen.

Lösungen zum Abnehmen

Heute gibt es zahlreiche Nahrungsergänzungen, die vorwiegend kurzfristige Effekte erzielen: «Fettverbrenner» wie Grüntee oder Guarana, Harntreiber auf Basis von Orthosiphon oder Habichtskraut sowie Appetitzügler mit Fucus oder Apfelpektinen. Die harntreibende Wirkung der Diuretika wird allerdings die Pfunde nur vorübergehend zum Schmelzen bringen, ebenso wirken sättigende Tabletten nur, solange sie eingenommen werden. Nach der Absetzung solcher Produkte droht eine Rückkehr zum alten Zustand.

Ebenfalls beliebt sind Diäten mit viel Eiweiss und wenig Kohlenhydraten und Fett. Der Vorteil besteht darin, dass sie die Thermogenese stimulieren (d. h. mehr Kalorien verbrennen), ohne dass die Muskeln schwinden. Langfristig ist diese Methode jedoch nicht zu empfehlen.

Schliesslich gibt es noch Präparate, die der Nahrung Fett entziehen. Sie bestehen namentlich aus Ballaststoffen wie Polyglucosamin, das die Eigenschaft besitzt, Fette im Verdauungstrakt zu binden. Dieses wird somit nach dem Essen nicht mehr aufgenommen, sondern natürlich ausgeschieden. Auf Proteine und Kohlenhydrate haben solche Wirkstoffe keinen Einfluss, diese nehmen ihre Funktion weiterhin unverändert wahr.

Mit diesem Mechanismus lässt sich die aufgenommene Fettmenge beträchtlich reduzieren, im Durchschnitt von 120 auf 40g pro Tag. Das Fettgewebe wird dann langsam im Rahmen des physiologischen Energiebedarfs des Körpers verbrannt. Dies ermöglicht eine Gewichtsreduktion ohne drakonische Diät. Mittelfristig kommt man aber nicht darum herum, die Fettzufuhr zu überdenken und sie bei rund 80g pro Tag zu stabilisieren. Körperliche Bewegung wirkt selbstverständlich unterstützend, da der Energieverbrauch steigt.

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