Omega 3: nicht nur für die Arterien!

Omega-3-Fettsäuren wirken senkend auf den Cholesterinspiegel und den Blutdruck und ausserdem gerinnungshemmend – daher ihr guter Ruf als Schutzfaktor für das Herz- Kreislauf-System. Sie erfüllen aber noch weitere wichtige Funktionen. Nachfolgend ein Überblick:

Arthritis:

Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend. Sie lindern deshalb Gelenkschmerzen und verbessern die Beweglichkeit.

Asthma:

Diese entzündungshemmende Wirkung gilt auch für die Atemwege.

Migräne:

Omega 3 können die Intensität und Häufigkeit von Migräneanfällen senken.

Hautpflege, Ekzeme, Psoriasis:

Omega 3 verbessern den Zustand der Haut, wenn diese trocken oder frühzeitig gealtert ist, wenn sie rot und schuppig ist (Psoriasis) und bei Ekzemen.

Haarpflege:

Trockene, brüchige Haare profitieren von einer ausreichenden Versorgung mit Omega 3.

Niedergeschlagenheit:

Omega 3 heben und stabilisieren die Stimmung. Ein Mangel ist bei depressiven Verstimmungen nicht selten.

Konzentrationsschwierigkeiten, Gedächtnisschwäche:

Omega 3 kommen im Gehirn sehr konzentriert in Form von Phospholipiden vor und sind dort an Lern-, Konzentrations- und Gedächtnisprozessen beteiligt.

Ernährung und Nahrungsergänzungen

Nur EPA und DHA, das heisst die langkettigen Omega 3, die ausschliesslich in Fisch vorkommen, besitzen die erwähnten Eigenschaften. Unser Körper kann sie zwar aus Omega 3 von Ölen (Nuss-, Leinsamen-, Sojaöl) herstellen, aber nicht in ausreichender Menge.

Fettreiche Fische (Lachs, Thunfisch usw.) und solche mit mittlerem Fettgehalt (Sardinen, Makrele usw.) sind natürlich am reichsten an Omega-3-Fettsäuren.

Um unseren Bedarf zu decken, müssen wir pro Woche zwei bis drei Portionen Meerfisch essen. Allenfalls sind deshalb auch Fischöle in Kapselform sinnvoll.

Rita Ducret-Costa
Chefredakteurin von vitamag®, Pharmazeutin mit Abschluss an der Universität von Bologna, Ernährungswissenschaftlerin und Homöopathin.

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