Überarbeitung: Wie lässt sich Stress besser bewältigen?

Stress
Schlechter Stress erschöpft den Körper.

«Stress» ist heute ein Modewort und meist negativ besetzt. Tatsächlich ist der Begriff aber wertneutral. Stress kann sich sowohl positiv als auch negativ auswirken. Unser Stressmanagement wiederum ist ein Teil unserer emotionalen Intelligenz (EQ). Deshalb gelingt es uns unterschiedlich gut, mit Stress umzugehen. Wir können aber unser Stressmanagement optimieren.

Die zwei Arten von Stress

Wir unterscheiden zwischen positivem Stress, «Eustress», und negativem Stress, «Distress». Eustress setzt chemische Substanzen frei, die uns Kraft und Energie schenken, während Distress den Organismus ermüdet oder gar erschöpft.

Im Alltag verwechseln wir oft zwei Dinge: es eilig haben und gestresst sein. Wenn wir uns gestresst fühlen, sollten wir also zunächst einmal klären, ob es sich dabei um Eustress oder Distress handelt.

Was tun bei negativem Stress?

Zunächst sollten wir bestimmen, was uns denn eigentlich in negativen Stress versetzt. Diese Faktoren werden als «Stressoren» bezeichnet. Ihre Wirkung hängt davon ab, wie lange wir ihnen ausgesetzt sind und mit welcher Intensität sie auf uns einwirken.

Dauer und Intensität hängen vom Erleben ab: So können drei verschiedene Personen mit demselben Problem konfrontiert sein, die erste macht daraus eine Mücke, die zweite einen Hund und die dritte einen Elefanten. Wenn wir auf diese Stressoren nicht reagieren, erleiden wir über kurz oder lang körperliche und/oder psychische Symptome.

Wie weiter?

In der Psychologie spricht man in diesem Zusammenhang vom Selye-Syndrom (allgemeines Anpassungssyndrom). Reicht unsere Anpassungsfähigkeit an unsere Stressoren nicht aus, nehmen die Symptome zu. Folglich sollten wir uns fragen: Kann ich die Stressoren ausschalten, oder bin ich bereit, sie weiterhin auszuhalten, möchte ich mich anpassen und/oder Gegenmassnahmen treffen?

Das Aushalten von Stress kann sehr gefährlich werden, denn wie oben beschrieben führt er unseren Organismus in die Erschöpfung. Im nächsten Beitrag untersuchen wir, was uns für Alternativen offenstehen. Eine ervorragende Methode ist z. B. die Anpassung an negative Stressoren. Anpassung ist hier aber eben gerade nicht als «Erdulden» von negativem Stress zu verstehen.