Lassen wir uns nicht einen Drittel unseres Lebens vermiesen … von Schlafstörungen!

Jüngsten Schätzungen zufolge schlafen wir heute im Schnitt eine Stunde weniger als vor 20 Jahren. Zugleich nehmen die Burnout-Fälle stetig zu. Wen wundert‘s: Unser angetriebener Lebensstil mit seinem spiessrutenlaufartigen Verlangen nach Produktivität verleitet uns, das zu opfern, was nach Zeitverschwendung aussieht. Und dennoch …
 

Rund einen Drittel unseres Lebens verbringen wir in der Horizontalen. Ein qualitativ oder quantitativ ausreichender Schlaf ist das A und O für unsere Gesundheit, während Schlafmangel mittel- und langfristig zu den verschiedensten Leiden führt: chronischer Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Immunschwäche, Magen-Darm-Beschwerden, Bluthochdruck, Depression usw.

Nicht zuwarten!

Die Behandlung von Schlafstörungen setzt einerseits bei der Behebung der Ursachen an (Stress, übermässiger Nikotin- und Alkoholkonsum, Bewegungsmangel, organische Störungen wie Schmerzen oder Husten, Lärmbelästigung usw.), andererseits bei der Umstellung auf eine gesündere Lebenshygiene. Dazu gehören Entspannung, positives Denken, regelmässiges sanftes Training sowie natürlich eine ausgewogene Ernährung. Schlafmittel sollten nur zum Einsatz kommen, wenn die obigen Massnahmen fehlschlagen. Frei verkäufliche Präparate sind pflanzlicher (Baldrian, Passionsblume, Melisse usw.) oder synthetischer Herkunft (Antihistaminika wie Diphenhydramin). Erstere sind gut verträglich, eignen sich jedoch nur für milde Schlafstörungen, letztere sind wirksamer. Insbesondere Diphenhydramin bietet mehrere Vorzüge: einen raschen Wirkeintritt, der das Einschlafen innerhalb von 15 bis 30 Minuten fördert, eine Wirkdauer von nur 4 bis 6 Stunden, so dass das Aufwachen leichtfällt, sowie gute Verträglichkeit. Der Wirkstoff bietet eine wertvolle Übergangslösung bei vorübergehenden oder gelegentlichen Schlafstörungen. Anhaltende Schlafstörungen (länger als 2–3 Wochen) sollten ärztlich abgeklärt werden.

Rita Ducret-Costa
Chefredakteurin von vitamag®, Pharmazeutin mit Abschluss an der Universität von Bologna, Ernährungswissenschaftlerin und Homöopathin.

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