Kevin Mbabu: Ein Juwel beginnt zu glänzen

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Früher waren Schweizer Fussballer, die im Ausland Karriere machten, eine Rarität. Im Weltfussball spielte das «Swiss Made» keine Rolle. Heute dagegen spielen mehr als 50 Schweizer in grossen ausländischen Ligen. Die Schweiz ist zu einer Talentschmiede geworden. Daraus hervorgegangen ist auch Kevin Mbabu, ein Juwel, das erst so richtig zu glänzen beginnt.

 

 

Kevin Mbabu, wo haben Sie erstmals gegen das runde Leder getreten?

Ich bin in Genf geboren, und mein erster Club waren die Junioren des FC Servette.

Wie Philippe Senderos und Johan Djourou wagten Sie sehr jung den Schritt ins Ausland, in England. Sie waren damals erst siebzehn. Welche
Erinnerungen haben Sie?

Es war sehr hart. Alles war neu, auch die Sprache. Ausserdem hatte ich viele Verletzungen, was alles kompliziert machte. Zurückgeblieben ist einerseits ein Gefühl unverrichteter Dinge. Gleichzeitig war es eine sehr gute Erfahrung, u. a. mit drei Einsätzen in der Premier League und zwei Cupspielen.

Es war sehr hart. Alles war neu, auch die Sprache. Ausserdem hatte ich viele Verletzungen, was alles kompliziert machte. Zurückgeblieben ist einerseits ein Gefühl unverrichteter Dinge. Gleichzeitig war es eine sehr gute Erfahrung, u. a. mit drei Einsätzen in der Premier League und zwei Cupspielen.

Mit dem BSC Young Boys erleben wir eine fantastische Phase, wir haben aber noch nichts gewonnen. Ich konzentriere mich auf die Gegenwart und lebe voll und ganz für den Moment. Ich gebe alles für meinen Club und dafür, dass wir Meister oder Cupsieger oder beides werden.

Apropos Einsatz: Sie sind rechter Aussenverteidiger, der für seinen Einsatz gelobt wird, häufig spielen Sie aber auch offensiv eine  entscheidende Rolle. Woher kommt das?

Als Junior war ich Stürmer, bevor ich in der Verteidigung platziert wurde, was mich damals wenig begeisterte. So bin ich zu einem rechten Abwehrspieler geworden, der einen natürlichen Offensivdrang hat.

Sie wurden regelmässig für die Junioren-Nationalmannschaft aufgeboten. Sie spielen eine herausragende Saison und sind erst 23 Jahre alt. Deshalb werden Sie häufig als Kandidat für die «Nati» genannt . . .

Das ist ein Kindheitstraum! Für das Nationalteam zu spielen und sein Land zu vertreten, ist eine riesige Motivation. Ich arbeite weiterhin sehr hart und setze mir keine Grenzen.

Wie erwähnt waren Sie in England mehrmals verletzt. Welche Einstellung haben Sie zu Gesundheit und Lebenshygiene?

Früher habe ich dem keine allzu grosse Bedeutung beigemessen. Seit ich im Team des BSC Young Boys bin, achte ich wesentlich stärker auf meine Ernährung und genügend Schlaf, und seit zwei Jahren bin ich
von Verletzungen verschont geblieben.

 

Mit Kevin Mbabu sprach Serge C. Ducret, 8. März 2018, www.vitamag.ch
Fotos : BSC Young Boys, www.bscyb.ch