Katzen auf Palliativstationen: Trost mit vier Pfoten

Katzen auf Palliativstationen
Die Anwesenheit einer Katze bringt Ablenkung, Entspannung und Komfort für die Patienten.

Auf ihrem letzten Lebensweg sehnen sich Patienten oft nach emotionaler Nähe mit ihren Angehörigen, den Betreuern, oder aber auch mit Tieren. Es kann das eigene Tier des Patienten sein, oder ein Tier, das in ein Therapieprojekt eingebunden ist.

Einige Palliativstationen haben daher solche Projekte ins Leben gerufen, indem sie eine Katze als dauerhaften Bewohner aufnehmen. Wie wirkt sich die Anwesenheit des Tieres auf die Patienten aus? Die Ergebnisse einer Studie, die 2019 auf einer Palliativstation in Férolles-Attilly (Frankreich) durchgeführt wurde, deuten darauf hin, dass sie besonders vorteilhaft ist.

Das Tier in dieser Studie besuchte fast jeden Raum in der Einrichtung und verweilte auch in den Gemeinschaftsbereichen. Die Patienten und ihre Familien interagierten mit dem Tier in Form von Streicheleinheiten. Die Gefühle und Empfindungen der Patienten wurden über einen Zeitraum von drei Monaten mit Hilfe eines Fragebogens erhoben.

Eine beruhigende Präsenz, die den Dialog erleichtert

Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, dass die Anwesenheit der Katze für Ablenkung, Entspannung und Komfort sorgt. In einem geringeren Ausmass reduzierte das Tier auch Angstgefühle. Insgesamt ist dieses «Zusammenleben» ein Erfolg: Fast 85 % der Menschen fanden die Anwesenheit der Katze sehr zufriedenstellend und etwas mehr als 15 % fanden sie zufriedenstellend.

Das medizinische Team, von dem die Studie ausgeht, betont, dass viele andere Punkte hätten untersucht werden können: Auswirkungen auf die Stimmung, Müdigkeit, Appetit oder die Wahrnehmung der Gesundheit. Es ist in der Tat bekannt, dass eine Katze viele Vorteile für die menschliche Gesundheit bringt, sowohl physisch als auch psychisch.

Im Rahmen der Palliativpflege bringt das Tier einen gewissen Trost für die Patienten, aber auch für die Pfleger. Diese haben manchmal schwierige, emotional aufgeladene Tage; das Streicheln der Katze für ein paar Minuten erlaubt ihnen, Spannungen abzubauen und neue Konzentration zu schöpfen. Darüber hinaus ermöglicht das Tier ihnen, mit den Patienten zu kommunizieren, den Dialog zu erleichtern und eine menschlichere Beziehung zu pflegen. Dies ist eine Methode, die alle Einrichtungen des Gesundheitswesens übernehmen sollten!