Im Gespräch mit… Pascal Mancini

Weshalb Leichtathletik?

Das war Zufall! Ich gewann in Estavayer-le-Lac einen Wettkampf mit den Disziplinen Sprint, Weitsprung und Kugelstossen. Ich qualifizierte mich damit für die Freiburger und die Schweizer Meisterschaften, die ich gewann. Ich bereitete mich ganz allein vor, ohne Trainer, mit dem Ziel vor Augen, Schweizer Meister zu werden.

Das hat der Zufall ja gut ­hinbekommen. Aber dann …?

Ich wurde mehrfacher Schweizer Junioren- und Jugendmeister. 2005 er­reich­ten wir an den Junioren-Europameisterschaften bei der 4-x-100-Meter-Staffel den 4. Rang. Bei den Einzelwettbewerben denke ich mit etwas Wehmut an meinen 13. Platz an der Junioren-Weltmeisterschaft 2008 zurück. Ich absolvierte die Rennen mit Pfeiffer’schem Drüsenfieber und musste mich sieben Tage davor einer Blinddarmoperation unterziehen.

Sie gehören zu den acht grössten Schweizer Hoffnungen in der Leichtathletik! Wie ist Ihre Saison 2009 verlaufen?

Ich bin zufrieden! Obwohl wir bei der Stabsübergabe ein Problem ­hatten, erreichten wir an den Weltmeisterschaften den 12. Rang. Höhepunkt war aber 2009 sicher der Schweizer Staffelrekord am Meeting Weltklasse Zürich.

Die Stimmung muss toll gewesen sein …

Und wie! Ich hatte das noch nie erlebt, ein Publikum, das einen so ­unterstützt. Ich war mir zuerst gar nicht bewusst, dass wir einen Rekord aufgestellt hatten. Erst als uns ein amerikanischer Sprinter beglückwünschte, begriff ich, wie schnell wir gewesen waren.

Wie ist der Sportler Pascal Mancini?

Leidenschaftlich. Ich strebe stets nach Perfektion. Mir ein Ziel zu setzen und meine Grenzen zu überschreiten, gehört zu meiner Persönlichkeit.

Was sind Ihre Ziele?

Dank schnellem Start erreichte ich an den Hallen-Europameisterschaften über 60 Meter bereits den 12. Rang. Mein Ziel ist der Europameistertitel bis 2013. Ein weiteres Ziel ist das Erreichen des Halbfinals über 100 Meter bei Weltmeisterschaften oder Olympischen Spielen.

Was für ein Verhältnis haben Sie zu Ihrer Gesundheit?

Eine gute Gesundheit ist im Sport Voraussetzung. Ich achte auf die Ernährung, gönne mir aber auch einmal etwas. Vor allem höre ich sehr gut auf meinen Körper.