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Im Gespräch mit… Magali Di Marco – Messmer

Auf dem Velo, beim Schwimmen… oder im Laufschritt!

Strahlend, eine Schweizer Fahne in der Hand, auf der Ziellinie des Triathlons – ein unvergessliches Bild: Magali Di Marco-Messmer gewinnt an den Olympischen Spielen von Sydney im Jahr 2000 die Bronzemedaille. Fast ein Jahrzehnt später ist die Sportlerin noch immer da – bereit für neue Herausforderungen.

Wie sind Sie Triathletin geworden?

Als Kind bin ich geschwommen. Mit 21 Jahren hörte ich mit dem Wettkampfsport auf. Aber ich war schon immer ein Wettkampftyp. Und ich hatte schon damals den Drang, mich körperlich zu verausgaben. Mit Triathlon begann ich… zum Vergnügen.

Der Erfolg liess aber nicht lange auf sich warten?

Das kam für mich wirklich überraschend! Dass ich gleich den Titel gewinne, damit hatte ich wirklich nicht gerechnet, als ich in Kesswill zum ersten Mal an den Schweizermeisterschaften teilnahm. Aber dank dieses Siegs öffneten sich für mich die Türen zur Nationalmannschaft und damit zu den Europa- und Weltmeisterschaften.

Welches ist Ihre Lieblingsdisziplin: Schwimmen, Radfahren oder Laufen?

Ich mache alle drei extrem gern. Das ändert auch immer wieder. Im Moment laufe ich am liebsten.

Was ist Ihre schönste Erinnerung?

Zweifellos die Medaille an der Olympiade 2000 in Sydney. 

Danach haben Sie sich vom Wettkampfsport verabschiedet. Weshalb nun das Comeback?

Ich hatte mich entschieden, nach der Olympiade in Sydney keine Wettkämpfe mehr zu bestreiten. 2001 kam unser Sohn Eliah zur Welt. Als ich dann wieder nach einer beruflichen Herausforderung suchte, fand ich nichts, was meinen Erwartungen entsprach. Ich beschloss deshalb, mir wieder ein sportliches Ziel zu stecken: Nach drei Jahren Pause wieder aufs Podest zu steigen. 

Das ist Ihnen ja mehr als gelungen: Sie führen die Gesamtwertung 2009 derzeit an!

Ein merkwürdiges Gefühl, die Nummer 1 der Welt zu sein! Nach zwei Rennen bin ich tatsächlich an der Spitze des Gesamtklassements der «World Championship Series 2009». Ein Ergebnis, das mich natürlich freut, das mich aber vor allem für die Zukunft noch weiter motiviert. 

Früher oder später werden Sie doch irgendwann die Laufschuhe an den Nagel hängen und das Velo in die Garage stellen… Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?

Ich würde gern weiterhin ein Standbein in der Sportwelt behalten und einige Athleten coachen. Ich werde auch mit der Firma meines Ehemannes Gianni, «timtoo timing», zusammenarbeiten, die auf permanente Zeitmessung für Outdoor-Sportarten spezialisiert ist.

Serge C. Ducret
Éditeur de vitamag®

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