Im Gespräch mit … Tanja Bühlmann

Eine leidenschaftliche und begeisterte Sportlerin

Wie kam es dazu, und seit wann sind Sie im Triathlonsport aktiv?

Triathlon begeistert mich nun schon mehr als 10 Jahre. Zur Teilnahme an meinem ersten Wettkampf motivierte mich eine Nachbarin, sie kam so begeistert von einem Anlass zurück, dass ich das unbedingt auch erleben wollte.

Welches ist Ihre Lieblingsdisziplin: Schwimmen, Radfahren oder Laufen?

Zu Beginn war es eindeutig das Laufen. Doch mit den Jahren schmolzen die Disziplinen immer mehr zusammen und wurden eine Einheit. Die Herausforderung, bei jeder Disziplin noch besser zu werden, macht mir Freude und motiviert mich im Training.

Wie viel Zeit widmen Sie im Durchschnitt Ihrem wöchentlichen Training?

2009 setzte ich mir zum Ziel, einen Podestplatz an der Ironman-WM in Hawaii im Oktober 2009 zu erreichen. Das bedeutete dann auch dementsprechend mehr Stundeneinsatz. In den Auslastungswochen trainierte ich bis zu 26 Stunden. Im Durchschnitt, über das Jahr verteilt, trainiere ich zwischen 11 und 13 Stunden pro Woche, dies neben einem 80%-Arbeitspensum.

Welches sind Ihre schönsten Erinnerungen und Resultate?

Der 3. Rang in Hawaii in der Altersklasse war ein ganz besonderer Höhepunkt. Aber auch viele andere Wettkämpfe bleiben als tolle Erinnerung. Das jubelnde Publikum am Strassenrand beschert einem immer wieder Hühnerhaut. Solche Momente sind wunderschön und sicher für jeden Teilnehmer eine besondere Motivation.

Welche weiteren Ziele haben Sie sich für die Zukunft gesteckt?

Dieses Jahr habe ich es etwas ruhiger angegangen und mir keine Ziele gesteckt. Es ist nicht einfach, die Motivation und das Niveau immer hoch zu halten. Es braucht zwischendurch auch wieder Zeit, sich anderen wichtigen Dingen im Leben widmen zu können. 2011 bestreite ich voraussichtlich wieder ein Rennen über die Ironman-Distanz (3,8 Swim / 180 Bike / 42,2 Run). Mein Ziel ist dieses Mal aber nicht die Qualifikation für Hawaii, sondern einfach, ein gutes, gelungenes Rennen zu bestreiten.

Was für ein Verhältnis haben Sie zu Ihrer Gesundheit?

Ich versuche so gut wie möglich auf den Körper zu hören. Ist man auf ein grosses Ziel fokussiert und sehr motiviert, dann ist es manchmal schwer, die richtige Balance zu finden. Doch die Erfahrung hilft mir, neben Training auch die Erholung, die Ernährung und die mentale Arbeit in Balance zu halten und so Überbelastungen zu vermeiden.