Im Gespräch mit… Stéphane Henchoz

Wo haben Sie mit Fussball­spielen begonnen?

Als Junior bei Fétigny, Payerne und Bulle. Mit 18 Jahren wurde ich von Neuchâtel Xamax entdeckt.

Sie gingen zu einer Zeit, als noch sehr wenige Spieler aus der Schweiz den Schritt ins Ausland wagten, mit 23 Jahren nach Deutschland! Ihre Karriere verlief äusserst erfolgreich.

Ich nahm zuerst ein Angebot des Hamburger SV an. Später folgte ich dem Ruf nach England. Blackburn Rovers, Wigan, Celtic Glasgow und vor allem Liverpool hiessen die Stationen, mit denen mich viele intensive Erinnerungen verbinden.

«You will never walk alone», ­lautet die symbolträchtige Hymne des FC Liverpool. ­Erzählen Sie uns etwas über diese fantastische Zeit.

Ich schätze ganz allgemein den englischen Fussball, der von einer Winnermentalität und nicht vom Mogeln lebt. Die sechs Jahre in Liverpool waren die beste Zeit meines Lebens als Fussballer, vor allem 2001 mit dem Gewinn des UEFA-Supercups, des UEFA-Cups, des England-Cups und des Cups der englischen Liga.

Wie oft wurden Sie für die Schweizer Nationalmannschaft aufgeboten?

Ich habe 72-mal das Trikot der Nati getragen.

Und was macht Stéphane ­Henchoz heute?

Ich bin Trainer des FC Bulle, der in der 1. Liga spielt, und lasse mich gleichzeitig in England zum Trainer ausbilden. Ich sehe auch meine Zukunft im Fussball.

Was für ein Verhältnis haben Sie zu Ihrer Gesundheit?

Für einen Profi hat die Gesundheit oberste Priorität. Ich habe immer auf jedes Detail geachtet, weil ich überzeugt bin, dass 40% des Erfolgs auf dem Platz erzielt werden, der Rest jedoch durch ein optimales Verhalten in der Freizeit.