Im Gespräch mit… Mauro Lustrinelli

Lustrigol … Schuss und Tor!

Obwohl er am Tag des Interviews in ­Bellinzona ein Training und einen Match absolviert, schlägt mir Mauro Lustrinelli spontan vor, mich in Lugano zum Mittagessen zu treffen. Herzlich, flexibel, offen – Mauro Lustrinelli ist eine gewinnende Persönlichkeit.

Wann haben Sie mit Fussballspielen begonnen?

Ich war etwa 8 Jahre alt, als ich bei den Junioren in Morobbia anfing, das heute zur Gemeinde Giubiasco gehört.

Über welche Vereine führte Ihre Laufbahn?

AC Bellinzona, FC Wil, FC Thun, Sparta Prag, FC Luzern und derzeit wieder AC Bellinzona.

Mit dem FC Thun erlebten Sie ein phantastisches Abenteuer.

Ja … wir schlossen die Schweizer Meisterschaft auf dem zweiten Platz ab und qualifizierten uns für die Champions League. Spiele gegen Teams wie Arsenal, Ajax Amsterdam und Sparta Prag – das werde ich nie vergessen.

Apropos Prag: Dort haben Sie sich weiterentwickelt … und Sie sorgten für ein besonderes Ereignis.

Ich schätze diese Stadt sehr. Prag war sowohl sportlich als auch kulturell eine bereichernde Erfahrung. Und ich schoss das schnellste Goal der Clubgeschichte … nach 11 Sekunden Spielzeit.

Welche sportlichen ­Höhepunkte erlebten Sie sonst noch?

Die Nominationen für die Nationalmannschaft und vor allem die Teilnahme an der WM in Deutschland haben mich sehr motiviert. Auch über den Preis für das schönste Tor in der Schweizer Meisterschaft 2008 habe ich mich sehr gefreut.

Und neben dem Fussballplatz?

Bis ich 25 Jahre alt war, galten meine Prioritaten dem Wirtschaftsstudium. Ich lese gern, höre Musik, mache Wanderungen in den Bergen – und seit 19 Mona­ten gibt es einen neuen Mittelpunkt in meinem Leben: meinen Sohn Luca.

Was bedeutet Ihnen Gesundheit?

Ein wichtiges Kapital … sich wohl fühlen in seinem Körper, aber auch den Geist nicht vernachlässigen!

Sie sind 33 Jahre alt. Welche Plane haben Sie für die Zukunft?

Solange ich gesund bin und Freude am Fussball habe, werde ich weiter spielen. Danach möchte ich mein Studium und meine Erfahrung im Sport verbinden. Ich schätze den Kontakt zu anderen Menschen, kommuniziere gern und möchte meine Erfahrungen weitergeben. Ich könnte mir eine Tätigkeit als Trainer vorstellen und habe auch bereits mit der Ausbildung begonnen.