Im gespräch mit … Cédric Botter

Ein Doktorand auf dem Eis

Das Interview mit Cédric Botter zu realisieren, war eine wahre Freude. Es ergab sich spontan, obwohl er zeitlich ziemlich belastet war. Der 28-jährige Doktorand in Mineralogie und professionelle Eishockeyspieler gehört mit seiner zuvorkommenden Art zu einer seltenen Spezies … genauso wie er dies auf dem Eis verkörpert.

Cédric, warum haben Sie genau Eishockey als Ihren Sport gewählt?

Gestartet hatte ich mit Rugby. Da mein Vater aber Eishockey gespielt hat, zog es mich mit 8 Jahren – ziemlich spät also – automatisch zu diesem Sport hin.

Beim HC La Chaux-de-Fonds haben Sie Ihre Karriere gestartet, sind aber rasch einmal von einem grösseren Klub entdeckt worden …

Bis mit 15 Jahren habe ich bei La Chaux-de-Fonds gespielt. Später konnte ich mich bei den Novizen und Elitejunioren des SC Bern weiterentwickeln. Schritt für Schritt integrierte man mich in die erste Mannschaft, bei welcher ich mit 18 Jahren meinen ersten Profivertrag unterschrieben habe.

Welches sind Ihre besten sportlichen Erinnerungen?

Der Schweizer-Meister-Titel mit dem SC Bern und die Teilnahme an den U18-Weltmeisterschaften mit der Schweizer Auswahl sind stark in meinem Gedächtnis eingebrannt. Damals haben wir gegen die russische Mannschaft gespielt und eine Lektion in Sachen Eishockey erhalten … unvergesslich!

Seit 8 Jahren schon sind Sie ein Pfeiler des HC Freiburg-Gottéron. In welcher Linie spielen Sie?

Mit 28 bin ich schon einer der Klubältesten und spiele als Stürmer in der vierten Linie, meistens zusammen mit Jan Cadieux und Tristan Vauclair.

Doktorand in Mineralogie und Profi-Eishockeyspieler – eine seltene Kombination, darf man sagen.

Trotz der Begeisterung für das Eishockey kann ich mir gut vorstellen, dass ich mich in Zukunft in einem anderen Bereich investieren werde. Sicher ist es manchmal anstrengend, beide Aktivitäten unter einen Hut zu bringen – eine gute Organisation ist Pflicht.

Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?

Nicht im Hockey! Gerne würde ich mich im Unterrichten oder in der Forschung verwirklichen und meine Kenntnisse an junge Leute weitergeben!

Und wie pflegen Sie Ihre Gesundheit?

Immer mehr Zeit gehört der Massage, dem Stretching und allgemein der Wiederherstellung. Ich habe auch die mentale Vorbereitung in meinen Zeitplan integriert. Gerne mache ich mir aber auch eine Freude, ohne allzu sehr auf die Ernährung zu achten …, natürlich ohne zu übertreiben!