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Heuschnupfen: Hilfe für Ihre Kundinnen und Kunden

Allergischer Schnupfen ist nicht nur lästig, sondern macht auch müde. Und wie alle Allergien ist er auf dem Vormarsch: Während 1901 noch 0,1% der Schweizer Bevölkerung von Allergien der Atemwege betroffen waren, sind es heute bereits 20 %. Schätzungen der WHO zufolge werden bis zum Jahr 2050 gar 50 % der Weltbevölkerung an mindestens einer Allergie leiden. Zu den möglichen Ursachen gehört nicht nur die Luftverschmutzung, sondern auch unser hygieneversessener Lebensstil.

Zwischen April und September blühen hier die Gräser. Ihre Pollen sind so winzig, dass sie leicht in unsere Atemwege eindringen. Dies führt zur meistverbreiteten Form allergischen Schnupfens – dem Heuschnupfen.
Heuschnupfen ist eigentlich eine Überreaktion des Immunsystems auf an sich harmlose Substanzen (Pollen), die der Organismus jedoch als bedrohlich interpretiert. Die Symptome: verstopfte und laufende Nase, rote und tränende Augen, häufiges Niesen, manchmal auch Rachenentzündung und Husten. Heuschnupfen sollte behandelt werden. Nicht nur, damit sich die Betroffenen besser fühlen, sondern auch, um möglichen Komplikationen vorzubeugen: Ein Verschleppen kann zu chronischem Schnupfen, allergischem Asthma oder Allergien auf andere Substanzen (Hausmilben, Tierhaare usw.) führen.

Richtig vorbeugen

Die folgenden Massnahmen erweisen sich für Allergikerinnen und Allergiker als hilfreich:
• Jeden Abend duschen und Haare waschen.
• Täglich die Kleider wechseln.
• Nach kurzem Lüften Türen und Fenster geschlossen halten.
• Auf Teppiche und Vorhänge möglichst verzichten. Sie sind richtige Pollenherde.
• Im Freien Sport treiben, wenn die Pollenkonzentration geringer ist: am Morgen in der Stadt und am Abend auf dem Lande.

Behandlungsmöglichkeiten

Bei Allergien der Atemwege wendet die Schulmedizin gemeinhin Antihistaminika an. Sie sind zwar sehr wirksam, jedoch nicht frei von Nebenwirkungen, vor allem machen sie müde. Die Homöopathie bekämpft bekanntlich Gleiches mit Gleichem in minimalster Dosierung, bei der Pollenallergie etwa mit Histaminum – dem Allergiebotenstoff schlechthin – oder Ambrosia artemisifolia, einer Pflanze mit hoch allergisierendem Pollen. Weiter bewährt haben sich Allium cepa (Zwiebel), wirksam gegen Nasenlaufen aller Ursachen, Euphrasia (Augentrost) zur Linderung von geröteten und tränenden Augen sowie Sabadilla gegen den Niesreiz. Empfehlenswert ist ausserdem Solidago bei gelegentlichen allergischen Episoden mit Husten. In Therapeutenkreisen ist man sich längst einig, dass die Homöopathie – im Gegensatz zur klassischen Medizin – weder Nebenwirkungen erzeugt noch Kontraindikationen kennt und dass sie sich besonders für Kinder eignet, die bekanntlich besonders von allergischen Reaktionen geplagt werden.
Bei starkem allergischem Schnupfen können Sie unter Umständen ein homöopathisches Komplexmittel für den Tag und ein Antihistaminikum für die Nacht empfehlen.
Die Homöopathie bietet ausserdem eine Nasensalbe mit einem Wirkstoffkomplex zum Abschwellen der Nasenschleimhaut.

Ergänzung durch die Nährstofftherapie

Gewisse Mikronährstoffe wirken gezielt bei der Behandlung der allergischen Rhinitis. Vitamin C und Mangan fördern beide den Histaminabbau, während Niacin (Vitamin B3) die Histaminproduktion verringert. Gammalinolensäure (Borretsch- oder Nachtkerzenöl) wirkt entzündungshemmend und abschwellend.

Die Hyposensibilisierung

Natürlich wird Heuschnupfen häufig auch durch eine Hyposensibilisierung behandelt. In der Schulmedizin wird diese durch wöchentliche Spritzen durchgeführt oder die tägliche Einnahme von Tropfen oder Tabletten zur Aufnahme des Wirkstoffs über die Mundschleimhaut. Es handelt sich oft um ein mühseliges und über Jahre dauerndes Prozedere, das mitunter auch von Nebenwirkungen begleitet sein kann. Bei der homöopathischen Alternative wird Pollen als bremsende Dilution, also als Pollen C15, in Dosen verabreicht. Die Behandlung – 1 wöchentliche Dosis – sollte idealerweise einige Monate vor dem Pollenflug einsetzen.

Rita Ducret-Costa
Chefredakteurin von vitamag®, Pharmazeutin mit Abschluss an der Universität von Bologna, Ernährungswissenschaftlerin und Homöopathin.

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