Gesundheitsförderung Schweiz veröffentlicht Wirkungsbericht für das Jahr 2011

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Gesundheitsförderung Schweiz hat das Wirkungsmanagement in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut. Die Evaluation ist ein fester Bestandteil aller Tätigkeiten der Stiftung. Das spiegelt sich auch im neu konzipierten Jahresbericht wider. Die wichtigsten Fakten und Zahlen für das Jahr 2011 sind seit heute online verfügbar unter www.gesundheitsfoerderung.ch/jahresbericht.

 

Thomas Mattig, Direktor von Gesundheitsförderung Schweiz: «Gerade angesichts der Diskussion rund um das Präventionsgesetz wollen wir die Kommunikation mit der Öffentlichkeit weiter stärken und die Bevölkerung transparent über die Verwendung der Mittel informieren. Mit dem neuen Online-Jahresbericht zeigen wir auf übersichtliche Weise auf, was Gesundheitsförderung Schweiz tut, welche Projekte wir unterstützen, und welche Wirkung die Massnahmen erzielen. Damit ist auch eine einfache Vergleichbarkeit über die Jahre gewährleistet.»

 

Wegweisende Pilotstudie zur Stressprävention in Betrieben

Im 2011 brachte der Abschluss der Evaluationsstudie SWiNG zu Stressmanagement, Wirkung und Nutzen betrieblicher Gesundheitsforderung wichtige Ergebnisse zu Wirkung und Nutzen von Interventionsmassnahmen im Betrieb. Diese Studie ist gemeinsam von Gesundheitsförderung Schweiz und dem Schweizerischen Versicherungsverband initiiert worden. Bei rund 5000 Mitarbeitenden in acht Pilotbetrieben wurden Erhebungen zur Wirkung von Stressprävention durchgeführt. Die Studie zeigt, dass sich Stressprävention für die Betriebe lohnt. Bei jedem vierten Arbeitnehmenden zeigen Präventionsmassnahmen klare Wirkung – der Stresslevel sinkt, die Produktivität steigt. Im Rahmen der Studie ist eine komplette Tool-Box mit praxiserprobten Analyse- und Interventionstools entstanden. Im Mittelpunkt steht das S-Tool, ein leistungsstarkes webbasiertes Stressanalyse-Tool für Unternehmen, das Stress-Hotspots identifiziert und derzeit von 28 Unternehmen eingesetzt wird. Mit der Verbreitung des S-Tool wächst auch die Datenbasis zum Thema Stress in Unternehmen. Mit Hilfe dieser Daten entwickelt die Stiftung ihre Angebote in der Stressprävention weiter.

 

31 Friendly Work Space® Unternehmen

Die Wirtschaft hat die Zeichen der Zeit erkannt und investiert vermehrt in Prävention und Gesundheitsförderung. Seit 2009 wird das Label Friendly Work Space® von Gesundheitsförderung Schweiz an Unternehmen vergeben, die betriebliches Gesundheitsmanagement als integrierten Bestandteil des Unternehmensmanagements einsetzen. 2011 konnten 13 weitere Betriebe das Gesundheitslabel entgegennehmen. Bis heute haben insgesamt 31 Schweizer Unternehmen die Auszeichnung erhalten, und mehr als 100 000 Arbeitnehmende profitieren von diesem Engagement für gesunde Arbeitsbedingungen.

 

Kantonale Aktionsprogramme für Gesundes Körpergewicht

In 2011 wurde die erfolgreiche Zusammenarbeit mit 22 Kantonen im Rahmen der «Kantonalen Aktionsprogramme Gesundes Körpergewicht bei Kindern und Jugendlichen» fortgeführt. Gesundheitsförderung Schweiz unterstützt die Partner vor Ort in den Kantonen durch Finanzierung, Koordination, Beratung, Vernetzung,

Informations- und Wissensaustausch sowie Evaluationen. So werden Informationen und Wissen effizient ausgetauscht und erfolgreiche Interventionsprojekte multipliziert. Die Zusammenarbeit mit den Kantonen trägt Früchte. Sie engagieren sich weiterhin für Ernährungs- und Bewegungsmassnahmen bei Kindern. Im Jahr 2011 haben sich die Kantone Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Graubünden, Jura, Luzern, Neuenburg, St. Gallen, Uri, Waadt, Wallis und Zug für eine zweite vierjährige Weiterführung des Programm

 

Schweizweite Vernetzung weiter gestärkt

Gesundheitsförderung Schweiz vernetzte sich auf der nationalen Gesundheitsförderungs-Konferenz sowie auf den nationalen Tagungen weiter mit bestehenden und neuen Partnern. So hat sie sich zusammen mit dem BAG, SECO, BSV und der GDK als Träger des neuen Netzwerkes psychische Gesundheit verpflichtet und führt adminsitrativ-personell dessen Koordinationsstelle. Die Stiftung vertiefte ausserdem die Zusammenarbeit mit der Gesundheitsdirektorenkonferenz GDK und der Vereinigung der kantonalen Beauftragten für Gesundheitsförderung in der Schweiz (VBGF). Im 2011 wurde zudem die Suva als offizieller Co-Veranstalter der BGF-Tagung von Gesundheitsförderung Schweiz – nebst dem SECO – aufgenommen. An dieser haben im Jahr 2011 667 Fachleute aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft teilgenommen.

 

Schwerpunktthema «Trink Wasser!» lanciert

Im Jahr 2011 hat Gesundheitsförderung Schweiz schliesslich die Lancierung ihres neuen vierjährigen Themenschwerpunkts «Trink Wasser!» vorbereitet. Mit Aktionen in Zusammenarbeit mit Partnern der öffentlichen Hand, aus der Wirtschaft und dem Umweltbereich und bei 18 nationalen slow Up-Events will die Stiftung 2012 bis 2015 das Wassertrinken insbesondere bei Kindern und Jugendlichen fördern. Die Stiftung stützt die Massnahmen auf das Verhältnismonitoring an Schweizer Schulen (2009) sowie auf die Berichte «Gesundes Körpergewicht» (2010) und «Süssgetränke und Wasserkonsum» (2011). Untersuchungen zeigen einen deutlichen Zusammenhang zwischen dem Konsum von zuckerhaltigen Getränken und dem Risiko für die Entstehung von Übergewicht und eines Diabetes mellitus Typ II sowie weiterer Folgekrankheiten.

 

Für weitere Auskünfte steht Ihnen die Medienstelle von Gesundheitsförderung Schweiz per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter Tel. 031 350 04 04 zur Verfügung.

 

Gesundheitsförderung Schweiz

Gesundheitsförderung Schweiz ist eine Stiftung, die von Kantonen und Versicherern getragen wird. Mit gesetzlichem Auftrag initiiert, koordiniert und evaluiert sie Massnahmen zur Förderung der Gesundheit (Krankenversicherungsgesetz, Art. 19). Die Stiftung unterliegt der Kontrolle des Bundes. Oberstes Entscheidungsorgan ist der Stiftungsrat. Die Geschäftsstelle besteht aus Büros in Bern und Lausanne. Jede Person in der Schweiz leistet einen jährlichen Beitrag von CHF 2.40 zugunsten von Gesundheitsförderung Schweiz, der von den Krankenversicherern eingezogen wird.

www.gesundheitsfoerderung.ch

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