ForumOfac10

Lausanne, 24. September 2010 – Im Rahmen des ForumOfac10, das mit 450 Apothekern und Gesundheitsfachleuten zum Thema Innovation im Rolex Learning Center der EPFL in Lausanne stattfand, gab der Berufsverband der Schweizer Apotheker, die Einführung innovativer Lösungen zur Gewährleistung einer optimalen Betreuung chronisch Kranker bekannt.

Diese Lösungen ermöglichen dem Patienten, sich besser an seine Behandlung zu halten sowie dem Apotheker, seine Rolle in den integrierten, von den Behörden geförderten Pflegenetzen wahrzunehmen, die sich derzeit etablieren. Sie sind Teil eines neuartigen Ansatzes zur Rolle des Apothekers, dessen Tätigkeitsfeld immer umfangreicher wird.

Apotheker benötigen heute mehr denn je innovative und praktische Tools, die ihnen die Planung, Erfassung und Dokumentation ihrer pharmazeutischen Tätigkeit rund um den Patienten ermöglichen. Dieser noch mehr auf den Patienten ausgerichtete Ansatz ist Bestandteil spezifischer Schulungen der Apotheker. Die neuen Leistungen des Ofac sind ab Januar 2011 verfügbar und ermöglichen den Apothekern – im Rahmen der integrierten Pflegenetze und in Zusammenarbeit mit anderen Akteuren des Gesundheitsnetzes – die Compliance zu verbessern, die Behandlung in Zusammenarbeit mit dem Arzt anzupassen oder zu korrigieren, eine bessere therapeutische Betreuung zu gewährleisten, insbesondere von chronisch Kranken, sowie die Gesamtkosten der Pflegeleistungen zu senken.

Der Ansatz wird im Rahmen des LOA IV umgesetzt (leistungsorientierte Abgeltung der Apothekerleistungen), der u. a. ein Polymedikations-Gespräch mit dem Patienten empfiehlt, sofern dies wünscht ist, um die korrekte Einnahme der verschiedenen Medikamente zu überprüfen. Ein solches Gespräch wird von den Krankenkassen zurückerstattet.

Die neuen durch Ofac entwickelten Leistungen ermöglichen den Apothekern insbesondere:

  • die Identifizierung und Auswahl des Patienten nach Art der chronischen Krankheit,
  • die Aktualisierung und Abrufung der Medikamentengeschichte, unabhängig davon, welche Apotheke konsultiert wurde,
  • gegebenenfalls die Vereinbarung von Terminen zu Kontroll- oder Vorsorgeuntersuchungen,
  • die dokumentarische Archivierung sämtlicher relevanter Daten an einem sicheren Ort, der nur für autorisiertes Fachpersonal zugänglich ist,
  • die Erstellung eines detaillierten und erweiterbaren Patientendossiers,
  • die Aktivierung von SMS-Nachrichten, um den Patienten, falls dieser es wünscht, an die Medikamenteneinnahme oder das Eintreffen seiner Medikamentenbestellung zu erinnern oder einen Termin zu vereinbaren etc.,
  • die Erfassung von biologischen und physiologischen Messwerten im Patientendossier, die eventuell von anderen Leistungserbringern übermittelt werden, wie z. B. Grösse, Gewicht, Puls, Krankheiten, sowie deren Entwicklung im Laufe der Zeit.

Innovation im Dienste des Patienten

Die neuen Lösungen, die für eine Steigerung der Qualität und gleichzeitig für Einsparungen sorgen, wurden im Rahmen des ForumOfac10 vorgestellt, das als Ort der Zusammenkunft und Reflexion über den Beruf dient. In diesem Jahr lautete das Thema des Forums «Innovation als Wachstumsfaktor für Apotheken?». Die Apotheke ist durch ihre Schlüsselposition zwischen Technologie, Wissenschaft und Handel gefordert, Neuerungen anzunehmen und dabei stets die Qualitätsanforderungen eines medizinischen Berufs zu erfüllen, um so den grossen Gesundheitsfragen des 21. Jahrhunderts zu entgegnen − insbesondere im Hinblick auf die Behandlungen mit Medikamenten, die immer personalisierter sind, sowie die Zusammenarbeit innerhalb der Gesundheitsnetze. Die Referenten des Forums kommen sowohl aus der Welt der Apotheken als auch aus der Politik, der Pharmaziebranche, der Forschung sowie aus Start-up-Unternehmen und haben versucht, eine Antwort auf diese Frage zu geben.

Für weitere Informationen oder Interviewwünsche wenden Sie sich bitte an: Luc Giacobino, Tel. 022 787 07 56 oder 079 626 57 86; [email protected] www.ofac.chwww.forum.ofac.ch

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