Ein gelungener Ruhestand? Jedem das Seine

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Ich kann es noch gar nicht richtig fassen: Im letzten November habe ich das Rentenalter erreicht. Schon immer hatte ich behauptet, dass ich nie in den Ruhestand treten würde, vorausgesetzt natürlich, dass meine Gesundheit es zuliesse. Und nun bin ich tatsächlich immer noch berufstätig und fest entschlossen, es auch zu bleiben.
Zum Glück konnte ich mich früher für Teilzeitarbeit entscheiden. So blieb mir ausreichend Zeit für meine Hobbys: Sport, Lektüre, Sprachenlernen usw. Doch mein Lieblingshobby ist und bleibt … mein Job bei Communis, den ich seit 25 Jahren mit ungebrochener Leidenschaft ausführe. Im Prinzip habe ich aber immer gearbeitet, früher auch in anderen Bereichen (redaktionelle Medienarbeit auf Französisch und Italienisch, Kurse, Vorträge, Apotheke usw.).
Als Vorbild dient mir Linus Pauling, Begründer der orthomolekularen Medizin, der praktisch bis zu seinem Tod im Alter von 93 Jahren arbeitete.
Natürlich bin ich davon überzeugt, dass die Zeit nach der Pensionierung auch ohne Arbeit erfüllend sein kann, vorausgesetzt, man bleibt aktiv.
Ich denke hierbei auch an meinen Vater, der sich zahlreichen neuen Beschäftigungen zuwandte: unter anderem als Lektor unserer italienischsprachigen Publikationen oder als freiwilliger Nachhilfelehrer für benachteiligte Kinder.
Meiner Ansicht nach ist ein erfolgreicher Ruhestand ein aktiver Ruhestand, ganz unabhängig von den gewählten Aktivitäten. Denn nichts schadet der Gesundheit mehr als Langeweile.

Rita Ducret-Costa,
redakt. und wiss. Supervision

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