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Carnitin als Allheilmittel? Aber nicht für die Linie!

Carnitin ist eine Aminosäure, die eine entscheidende Rolle bei der Umwandlung von Fett in Energie spielt. Dies gilt allerdings nicht für Personen, die eine kalorienreduzierte Diät befolgen, sondern für Ausdauersportler bei intensivem Training!

Carnitin besitzt aber noch zahlreiche andere interessante Eigenschaften.

Muskeln

Die hochenergetische Substanz kann Betroffenen mit chronischer Müdigkeit helfen. Als Energiequelle für sämtliche Muskeln kann sich Carnitin bei Muskelerkrankungen als hilfreich erweisen, zum Beispiel bei einer Muskeldystrophie.

Herz und Gefässe

Carnitin ist insbesondere für das Herz (bzw. den Herzmuskel) hilfreich und wirkt unterstützend bei Angina Pectoris und Herzinsuffizienz. Zudem kann es Herzrhythmusstörungen vorbeugen.
Carnitin wandelt (unter den bereits erwähnten Voraussetzungen) nicht nur Körperfett, sondern auch Blutfette (Triglyceride und Cholesterin) in Energie um und erhöht das HDL-Cholesterin, also das «Gute».
Das Multitalent unter den Aminosäuren spielt zudem bei der Leberentgiftung eine wichtige Rolle, bei der es zu einem grossen Teil synthetisiert wird, sowie beim Abbau von Toxinen und Medikamentenmetaboliten.

Natürliche Quellen und Ergänzung

Der wichtigste natürliche Carnitin-Lieferant ist natürlich Muskelfleisch: Lamm-, Rind-, Schweinefleisch sowie das jeweilige Filet. Als Nahrungsergänzung kann Carnitin bis zu 4 g/Tag dosiert werden und hat als einzige und seltene mögliche Nebenwirkung Durchfall zur Folge.

Gut zu wissen:

Schwangere und stillende Frauen haben einen höheren Bedarf an Carnitin. Bei einem Mangel können sie unter Müdigkeit und Erschöpfung leiden.

Quelle: https://www.mda.org/disease/metabolic-myopathies/types/carnitine-deficiency

Rita Ducret-Costa
Chefredakteurin von vitamag®, Pharmazeutin mit Abschluss an der Universität von Bologna, Ernährungswissenschaftlerin und Homöopathin.

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