Bloss nie den Kopf hängen lassen!

Trotz gesundheitlicher Einschränkungen ist Patricia stets guter Laune und optimistisch. Sie ist vor Jahren aus der Schweiz nach England ausgewandert.
 

Patricia, aus welcher Region stammen Sie? Wie kam es dazu, dass Sie sich entschlossen, in England zu leben?

Geboren bin ich in Biel. Nach meiner Lehre habe ich im Informatikbereich gearbeitet, vor allem als Instruktorin bei IBM und als Ausbildnerin bei der Allianz.

Was hat Sie motiviert, die Schweiz zu verlassen?

Wegen meiner bipolaren Krankheit sowie rheumatoider Arthritis und Fibromyalgie war es mir unmöglich, in der Schweiz eine feste Stelle zu finden. 1992 erhielt ich eine IV-Rente. Ich fühlte mich diskriminiert und entschied mich wegzugehen. Mein Herz schlägt für England. Hier kann ich Freiwilligenarbeit leisten, wenn es meine Gesundheit zulässt.

Und wie ist es heute um Ihre Gesundheit bestellt? Wie fühlen Sie sich?

Ich werde zum Glück medizinisch sehr gut versorgt und habe wunderbare Freundschaften hier. So habe ich gelernt, mit anderen zusammenzuarbeiten, und kann mich trotz meiner Krankheiten selber versorgen, auch wenn die Therapie happig ist. Entscheidend dabei ist
eine positive Einstellung. Die Schmerzen sind immer da: jeden Tag, rund um die Uhr. Damit muss ich leben und trotzdem guten Mutes bleiben!

Sie sind ausgesprochen mutig. Dabei stets fröhlich, zuversichtlich und optimistisch. Haben Sie ein Geheimnis, Patricia?

Ich liebe das Leben, und es gibt mir viel zurück. Ganz wichtig ist für mich eine positive Einstellung und dass ich aktiv bleibe, durch tägliche Bewegung sowie auch mental dank täglicher Meditations- und Yogaübungen. Wir sollten gut für uns sorgen, das Glück liegt in uns selbst.

Sie sind noch immer sehr dynamisch, aktiv und helfen in der Forschung mit. Was genau tun Sie da?

Ich berichte gerne über meine Erfahrungen und über meine Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum für Arthritis und der Oxford University. Durch den Einblick in ihr Erleben können chronisch Kranke der Wissenschaft helfen, unheilbare Krankheiten besser zu verstehen. Wenn ich anderen Betroffenen begegne, habe ich Verständnis für sie und kann ihnen Trost spenden.

Liegt Ihnen noch etwas am Herzen? Vielleicht eine Botschaft an unsere Leserschaft?

Ich möchte noch anfügen, dass man nie den Kopf hängen lassen und das Leben im Hier und Jetzt lieben sollte. Man sollte mit der Natur in Einklang sein. Meditation, Lachen, eine gesunde Ernährung sind m. E. ganz wesentlich … Ich konzentriere mich auf die positiven Energien.

Wir sollten unser Glück an die Hand nehmen!

 

Mit Patricia Delley sprach Serge C. Ducret, www.vitamag.ch
Foto: Patricia Delley

Serge C. Ducret
Éditeur de vitamag®

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