Aua, die Blase!

Häufiger Harndrang … dann oft nur ein paar Tröpfchen Urin, Brennen und starke Schmerzen beim Wasserlassen, Unterleibskrämpfe: Das plötzliche Auftreten dieser Symptome ist ein sicheres Anzeichen dafür, dass sich Krankheitserreger – meist Bakterien – in der Blase eingenistet haben.

Zystitis – so wird eine Blasenentzündung im Fachjargon genannt – betrifft vorwiegend Frauen. Dies ist auf ihre Anatomie zurückzuführen, denn Frauen haben eine kürzere Harnröhre als Männer, und diese befindet sich in der Nähe des Anus, wodurch Fäkalbakterien leichter in die Harnwege gelangen. Da die Infektion leider zu wiederholten Rückfällen tendiert, wird zwischen chronischer und akuter Blasenentzündung unterschieden.

Zur Vorbeugung gehören einerseits lebenshygienische Massnahmen, andererseits einige Vorkehrungen bei der Körperhygiene:
• Stärkung des Immunsystems, des besten Schutzschilds gegen Krankheitserreger (gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf, Kuren mit Vitaminen und Mineralien, Echinacea usw.)
• Genügend trinken, d. h. 2 Liter Flüssigkeit pro Tag in Form von Wasser und allenfalls harntreibenden Kräutertees. So werden die Harnwege laufend gereinigt.
• Warme Kleidung bei feuchtem und/oder kühlem Wetter sowie stets gut imprägnierte Schuhe
• Bei Harndrang sowie vor und nach dem Geschlechtsverkehr unbedingt die Blase leeren
• Bei Toilettengang und Intimhygiene konsequent von vorne nach hinten wischen
• Auf übertriebene Intimpflege verzichten
• Duschen statt baden

Akute Blasenentzündung

Harnwegsinfektionen werden sehr häufig mit Antibiotika behandelt, obwohl sie oftmals nicht erforderlich sind undsich bei regelmässiger Anwendung eine Resistenz bilden kann. Die meisten Blasenentzündungen sind unkompliziert. Zu ihrer Behandlung haben sich antibiotikafreie Alternativen bewährt, etwa mit antibakteriellen und entzündungshemmenden Heilpflanzen wie der Bärentraube. Ihr Hauptwirkstoff – das Arbutin – wirkt aber nur bei genügend hoher Konzentration antibakteriell. Erkundigen Sie sich beim Kauf nach dem Arbutingehalt und wählen Sie ein hochdosiertes Bärentraubenblätterpräparat.
Da die Inhaltsstoffe die Bakterien direkt an der Blasenschleimhaut bekämpfen, wird der Heilungsprozess wirksam unterstützt.

Rita Ducret-Costa
Chefredakteurin von vitamag®, Pharmazeutin mit Abschluss an der Universität von Bologna, Ernährungswissenschaftlerin und Homöopathin.

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