Arthrose von Anfang an behandeln

topvitexpress
top vitexpress 212

Die Arthrose ist eine Verschleisskrankheit des Gelenkknorpels. Betroffen sind vor allem die grossen Gelenke (Knie, Hüften). Typische Symptome sind ­Morgensteife und mehr oder weniger starke Schmerzen, die meist durch Überbeanspruchung ausgelöst oder verschlimmert werden und automatisch zu Bewegungseinschränkungen führen. Die Arthrose ist eine degenerative Krankheit mit schleichendem Verlauf. Der Frühdiagnose kommt deshalb ganz besondere Bedeutung zu, denn ihr Fortschreiten lässt sich mit geeigneten therapeutischen Massnahmen hinauszögern. Diagnostiziert wird die Arthrose vom Arzt oder von der Ärztin durch eine Röntgenaufnahme. Je nach Krankheitsstadium sind auf dem Röntgenbild eine Gelenkspaltverschmälerung (Knorpelverlust), eine Verdichtung des Knochens in Knorpelnähe oder gar Knochenauswüchse (Osteo­phyten) erkennbar.

Neben der medikamentösen Behandlung empfiehlt sich eine gezielte Physiotherapie zur Stärkung der Muskulatur und damit zur Entlastung des Gelenkes. Da der Gelenkknorpel keine Blutgefässe enthält, wird er über die Gelenkflüssigkeit ernährt. Die Nahrungszufuhr funktioniert aber nur, wenn das Gelenk auch beansprucht wird («Pumpsystem»). Die Erhaltung der Beweglichkeit ist somit ganz wichtig.

Gemäss neuen Studien kann auch eine Langzeittherapie mit Chondroitinsulfat das Fortschreiten der Arthrose verzögern. Die Wirksamkeit der aus Fischknorpel gewonnenen Substanz konnte durch Röntgenaufnahmen bewiesen werden: Der Knorpelverlust war bei der behandelten Gruppe deutlich verlangsamt, im Vergleich zur Kontrollgruppe, die ein Placebo (Scheinmedikament) erhalten hatte. Auch die Einnahme von Schmerzmitteln (Paracetamol, nicht-­steroidale Entzündungshemmer) ging in der Gruppe mit Chondroitinsulfat zurück.

Insgesamt lässt sich also mit einer massgeschneiderten Behandlung mit Physiotherapie und/oder Medikamenten das Fortschreiten der Arthrose verzögern und die Lebensqualität der Betroffenen verbessern. Voraussetzung für eine adaquate Behand­lung bleibt aber die ärzt­liche Diagnose.