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Antibiotika: gewusst wie

Antibiotika und Vitamine

Die Ansicht, dass während einer Behandlung mit Antibiotika gänzlich auf Vitaminpräparate verzichtet werden sollte, weil diese «nicht nur den kranken Organismus, sondern auch die Krankheitserreger nähren», ist völlig falsch. Im Gegenteil: Man sollte den Körper dabei unterstützen, zu­sätzliche Antikörper zu bilden, damit er seinen ungebetenen Gast möglichst schnell wieder loswird. Ein Antibiotikum wirkt noch besser, wenn es mit Vitamin C, dem Abwehr­vitamin schlechthin, kombiniert wird. Gleiches gilt für die übrigen Substanzen, welche die Immunabwehr stärken, z. B. das Spurenelement Zink.

Antibiotika und Homöopathie

Wie die Corticoide (Cortison und Cortisonderivate) vertragen sich Antibiotika nicht gut mit homöopathischen Heilmitteln, weil sie deren Absorption verhindern. Allenfalls kann man während der Einnahme von Antibiotika eine bereits begonnene präventive Therapie oder eine Basistherapie mit Homöopathika fortsetzen, man sollte sie aber nicht gleichzeitig beginnen. Nach dem Absetzen der Antibiotika empfehlen die Homöopathen hingegen eine Dosis Thuja 9 CH zum Ausleiten. 

Antibiotika und Alkohol

Hierbei kann ich Ihnen nur raten, die Empfehlungen des verordnenden Arztes zu befolgen. Ein mässiger Alkoholkonsum ist mit den meisten Antibiotika (Penicillin, Sulfonamiden, Tetrazyklinen usw.) durchaus vereinbar. Bei anderen wiederum kann be­reits eine geringe Menge von nur 7 g Alkohol – also ein halbes Glas Wein – zu Reaktionen mit folgenden Symptomen führen: Hitzegefühl, Schwitzen, Zittern, Schwindel bis hin zu Bewusstseinstrübungen. Diese Reaktionen können von einer halben bis zu mehreren Stunden anhalten. Ausgelöst werden sie von Antibiotika wie Metronidazol (ein Antiparasitikum), Cefazolin (ein Cefalo­sporin), Griseofulvin (ein Antimykotikum) usw.

Rita Ducret-Costa
Chefredakteurin von vitamag®, Pharmazeutin mit Abschluss an der Universität von Bologna, Ernährungswissenschaftlerin und Homöopathin.

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