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News
 
Editorial

Ein gelungener Ruhestand? Jedem das Seine

Ich kann es noch gar nicht richtig fassen: Im letzten November habe ich das Rentenalter erreicht. Schon immer hatte ich behauptet, dass ich nie in den Ruhestand treten würde, vorausgesetzt natürlich, dass meine Gesundheit es zuliesse. Und nun bin ich tatsächlich immer noch berufstätig und fest entschlossen, es auch zu bleiben. Zum Glück konnte ich mich früher für Teilzeitarbeit entscheiden. So blieb mir ausreichend Zeit für meine Hobbys: Sport, Lektüre, Sprachenlernen usw. Doch mein Lieblingshobby ist und bleibt … mein Job bei Communis, den ich seit 25 Jahren mit ungebrochener Leidenschaft ausführe. Im Prinzip habe ich aber immer gearbeitet, früher auch in anderen Bereichen (redaktionelle Medienarbeit auf Französisch und Italienisch, Kurse, Vorträge, Apotheke usw.). Als Vorbild dient mir Linus Pauling, Begründer der orthomolekularen Medizin, der praktisch bis zu seinem Tod im Alter von 93 Jahren arbeitete. Natürlich bin ich davon überzeugt, dass die Zeit nach der Pensionierung auch ohne Arbeit erfüllend sein kann, vorausgesetzt, man bleibt aktiv. Ich denke hierbei auch an meinen Vater, der sich zahlreichen neuen Beschäftigungen zuwandte: unter anderem als Lektor unserer italienischsprachigen Publikationen oder als freiwilliger Nachhilfelehrer für benachteiligte Kinder. Meiner Ansicht nach ist ein erfolgreicher Ruhestand ein aktiver Ruhestand, ganz unabhängig von den gewählten Aktivitäten. Denn nichts schadet der Gesundheit mehr als Langeweile. Rita Ducret-Costa, redakt. und wiss. Supervision

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Interview

Michel Broillet, ein Schweizer, der Rekorde brach und Geschichte schrieb.

1975 zeigte uns das Apollo- Sojus-Projekt, dass die Feinde des Kalten Krieges zumindest im Weltall kooperieren konnten. In der Disziplin des Gewichthebens, in der Anabolika bis 1974 zugelassen waren, führten die Ostblockstaaten weltweit. Doch plötzlich gelang es einem kleinen stämmigen Schweizer, diese Hierarchie auf den Kopf zu stellen. Mit Michel Broillet ist heute eine Weltgrösse des Sports mit einer packenden Geschichte unser Gesprächspartner. Michel Broillet, Sie sind 1944 in Gruyère geboren. Wie und warum sind Sie in die Stadt Genf gekommen, in deren Umgebung Sie heute noch leben? Aus beruflichen Gründen. Ich absolvierte eine Lehre als Bäcker-Konditor. Damals zog es viele Freiburger nach Genf. Damals begannen Sie mit Bodybuilding im Sportverein Châtelaine (GE) und wurden 1982 gar Mister Schweiz. Doch was führte Sie schliesslich zu dieser anspruchsvollen Disziplin des Gewichthebens? Ich war ein schmächtiger Junge. Mein Schwager meinte, ich solle in einem Club Bodybuilding trainieren. Als sich zeigte, dass ich gewisse Voraussetzungen erfüllte und Leidenschaft dafür entwickelte, wurde ich angefragt, ob ich bei einem Wettkampf mithelfen würde. So kam ich ganz zufällig zum Gewichtheben. Der Zufall hat es wirklich gut gemeint. So wurden Sie also Gewichtheber, und es ist nicht so ohne, alleine eine 170 Kilogramm schwere Hantel zu stemmen. Welche Voraussetzungen haben Sie dafür prädestiniert? Da ich spät eingestiegen bin, brachte ich wohl einige Grundvoraussetzungen mit. Nicht die Kraft allein ist entscheidend, sondern die Schnellkraft. Training und die mentale Einstellung sind auch sehr wichtig. Zweiter bei der WM 1975, Weltmeister 1977, zweimal Bronze bei den Europameisterschaften, mehrfacher Schweizer Meister, Weltrekordhalter, 3 Selektionen für die Olympischen Spiele. Welche ist Ihre schönste Erinnerung aus diesem Erfolgspanorama? Meine schönste Erinnerung ist sicher der Weltmeistertitel 1977. Priorität galt dem Beruf, denn damals konnte man mit dem Sport nichts verdienen. Begeisterung und Emotionen waren unser grösster Lohn. Wie ich sehe, sind Sie topfit und gehen in Ihrer Rolle als Grossvater ganz auf. Treiben Sie noch Sport? Wie geht es Ihnen heute, Michel Broillet? Ich fühle mich fit und geniesse den Ruhestand zusammen mit meiner Frau, meiner Familie und meinen Enkeln. Ich fahre gern Velo und achte auf meine Gesundheit, wobei ich auch gerne das Leben geniesse.   Das Interview führte Serge C. Ducret   Mehr Infos zu Michel Broillet: Radio Télévision Suisse «Caméra sport» (nur Französisch) Radio Télévision Suisse – Caméra sport  

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Artikel

Geeignete Zusatzstoffe für eine gelungene Diät

Damit eine Schlankheitskur gut gelingt (ich bevorzuge «kalorienarmer Ernährungsplan»), müssen nicht nur Nahrungsmittel gut gewählt sein, sondern auch deren Zusätze, welche die Diät unterstützen und vervollständigen: • Eiweisse: Körperbausteine, die gegen Muskelschwund und Gewebeaustrocknung schützen. Pro Tag muss 1 g Eiweiss pro Körpergewicht zu sich genommen werden. Anderenfalls gibt es bei Ihrem Apotheker oder Drogisten Eiweissmischungen, sogar vegetarischer oder veganer Natur. • Mikronährstoffe: je weniger man isst, desto weniger nimmt man Vitamine, Mineralien, Spurenelemente usw. zu sich, daher das Risiko von Müdigkeit und Nährstoffmangeln. Einen guten Dienst leisten hier Multivitamin- und Multimineralstoff-Präparate. • Spurenelemente: Jod! (sofern keine Schilddrüsenerkrankung besteht) und Chrom erweisen sich als besonders nützlich. Ersteres regt den Stoffwechsel an und steigert die Energieerzeugung, während das Zweite die Esslust reguliert. Fragen Sie Ihren Fachmann um ein Arzneimittel, das beides enthält.  

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