Artikel Nr. 4979 | Ausgabe Nr 98 | 2019

Kleine Tropfen – grosse Wirkung: dank wirksamer Heilpflanzen

Gewisse althergebrachte Heilmittel bleiben unübertroffen.

Zu recht ist die Medizin immer weiter auf der Suche nach neuen Medikamenten. Gewisse altbewährte Heilmittel bleiben jedoch unübertroffen. Wirkstoffe von Heilpflanzen nutzen die Menschen schon seit Generationen: zur Gesunderhaltung, zur Vorbeugung und zur Genesung.

In den Gräsern und Pflanzen einer bunten Sommerwiese steckt eine wahre Naturapotheke. Die meisten Pflanzen besitzen mehr (oder viel mehr!) als eine Eigenschaft. Diese Vielseitigkeit der Pflanzen widerspiegeln denn auch entsprechende Arzneimittel, die seit je auf die Wirksamkeit dieser Heilpflanzen vertrauen. Und es ist auch genau diese vielseitige Anwendbarkeit in Verbindung mit der Nähe zur Natur, die von den Fans solcher Präparate sehr geschätzt wird.

Bei Unwohlsein und Magenbeschwerden

Melissengeist in Kombination mit einer Mischung von ätherischen Ölen aus Medizinalpflanzen schafft insbesondere bei Unwohlsein oder Magenbeschwerden Linderung. Sternanis und Nelken lindern Krämpfe im Verdauungstrakt. Zimt stimuliert die Sekretion von Magensäure, von der manchmal bei Personen mit Verdauungsbeschwerden zu wenig produziert wird. Lavendel fördert die Beseitigung von Gas, bremst dessen Entstehung, wirkt gleichzeitig beruhigend und löst Anspannungen – führt damit zu besserem Wohlbefinden.

Weitere Tugenden

Auch bei Begleiterscheinungen von Erkältungen wie Kopf- und Gliederschmerzen oder bei Erkrankungen der Luftwege wie z. B. Husten können Heilpflanzen Linderung verschaffen. So wirken z. B. die ätherischen Öle aus Salbei, Muskatnuss, Nelken und Thymian schmerzlindernd und entzündungshemmend. Die Vielseitigkeit solcher Mischungen aus Medizinalpflanzen war schon früher und ist heute immer noch Bestandteil fast jeder Hausapotheke. Auch vor und während einer Reise können diese Mischungen mit ätherischen Ölen gegen Reisekrankheit helfen und sind der ideale Begleiter für unterwegs. Selbstverständlich eignen sich Mischpräparate auf Alkoholbasis nicht für Kinder unter 12 Jahren sowie für schwangere oder stillende Frauen.


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Isabelle Hulmann Rita Ducret-Costa

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