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News
Unternehmen investieren in die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden

71 % der Schweizer Unternehmen setzen Massnahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements um. Dies zeigt eine erstmals durchgeführte, repräsentative Studie von Gesundheitsförderung Schweiz. Viele Unternehmen sehen grossen Handlungsbedarf bei der Sensibilisierung bezüglich Stress und der psychischen Gesundheit. Eine von Gesundheitsförderung Schweiz gemeinsam mit der Universität Zürich und dem Link Institut durchgeführte gesamtschweizerische Studie zeigt, dass 71 % der Schweizer Unternehmen in die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden investieren. Beinahe 25 % setzen BGM vollumfänglich um Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) bedeutet, dass ein Betrieb systematisch seine Strukturen und Abläufe gesundheitsförderlich gestaltet. Es umfasst unterschiedliche Themen wie Ergonomie am Arbeitsplatz, Personalplanung, Stressentlastung oder ein wertschätzendes Arbeitsklima. Um den Umsetzungsgrad von BGM in den befragten Unternehmen zu erfassen, wurde abgefragt, wie vollständig Betriebe eine breite Palette von BGM-Massnahmen aus vier Komponenten umsetzen (siehe Abbildung 1). «Das Ergebnis ist sehr erfreulich», sagt Prof. Dr. Thomas Mattig, Direktor Gesundheitsförderung Schweiz. «Beinahe jeder vierte Betrieb setzt BGM vollumfänglich um, weitere 48 % mehrheitlich. Regional bestehen jedoch Unterschiede und die Unternehmen selbst sehen noch Handlungsbedarf», fasst Mattig zusammen. Während Deutschschweizer Unternehmen (25 %) bei der vollständigen Umsetzung leicht über dem Gesamtschweizer Durchschnitt liegen, sind es in der Romandie 20 % und im Tessin 7 %. Abbildung 1: Die Komponenten des BGM-Umsetzungsgrades. Quelle: Faktenblatt 22, Monitoring-Ergebnisse 2016, Gesundheitsförderung Schweiz Grösster Handlungsbedarf bei Stress und psychischer Gesundheit Im Vordergrund des gesundheitsfördernden Engagements stehen die Zufriedenheit der Mitarbeitenden und die Senkung der Absenzen. Entsprechend investieren Unternehmen am häufigsten ins Absenz- und Case Management, die Arbeitsgestaltung und die Personal- und Organisationsentwicklung. Neben dem Bewusstsein, dass es im organisatorischen Bereich noch Verbesserungen braucht, sehen die Unternehmen den grössten Handlungsbedarf bei der Sensibilisierung für Stress und die psychische Gesundheit.   Weiterführende Informationen zum BGM-Monitoring 2016 Füllemann, D.; Inauen, A.; Jenny, G.; Moser, P.; Bauer, G. (2017): Betriebliches Gesundheitsmanagement in Schweizer Betrieben, Monitoring-Ergebnisse 2016. Gesundheitsförderung Schweiz Arbeitspapier 40, Bern und Lausanne Gesundheitsförderung Schweiz (Hg.) (2017). Wie verbreitet ist betriebliches Gesundheitsmanagement in Schweizer Betrieben? Monitoring Ergebnisse 2016. Faktenblatt 22. Bern und Lausanne Gesundheitsförderung Schweiz (Hg.) (2016). Job-Stress-Index 2016. Kennzahlen zum Stress bei Erwerbstätigen in der Schweiz. Faktenblatt 17. Bern und Lausanne   Quelle: Gesundheitsförderung Schweiz

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Geniesse den Festivalsommer!

Sommerzeit ist Festivalzeit. Neben der Musik gehört zumindest für einen Teil der Besucherinnen und Besucher der Konsum von Alkohol und anderen berauschenden Substanzen dazu. Sucht Schweiz und Safer Nightlife Schweiz informieren, wie man trotz Partystimmung auf seine Gesundheit achten kann. Landauf, landab häufen sich die Festivals, darunter mehrtätige Veranstaltungen in den Bergen, aber auch Grossanlässe in den Städten. Damit die Party ein Vergnügen bleibt, empfiehlt es sich, einen kühlen Kopf zu bewahren und den Durst mit alkoholfreien Getränken zu löschen. Denn nicht nur Wärme und Sonne, sondern auch Alkohol und andere berauschende Substanzen erhöhen die Körpertemperatur; der Körper trocknet schneller aus, weshalb ausreichend Flüssigkeit umso wichtiger ist. Stimmungsfördernd sind zudem Pausen im Schatten, Sonnenschutz und genügend Schlaf. Riskanter Mischkonsum und Mogelpackungen Alkohol ist die am häufigsten konsumierte Substanz an Festivals und Partys. Die Folgen von zu viel Alkohol werden aber nicht selten unterschätzt. Das Risiko erhöht sich zudem, wenn Alkohol mit anderen Substanzen kombiniert wird. Die Wechselwirkungen dieses Mischkonsums sind meist unvorhersehbar. Psychische Krisen, Austrocknung, Überhitzung, Übelkeit, Schwindel, Ohnmacht oder Kreislaufkollaps sind nur einige der möglichen Gefahren. An Grossanlässen können vermehrt Pillen und Pulver mit falsch deklariertem Inhalt im Umlauf sein. Die Einnahme einer unbekannten Substanz und/oder einer unbekannten Dosis kann fatale Folgen haben. Wer sich trotz des Risikos für den Konsum entscheidet, sollte sich vorher über mögliche Risiken und Folgen des Konsums informieren, entweder online auf Saferparty.ch, raveitsafe.ch, Know-Drugs.ch oder bei den vor Ort vertretenen Nightlife Präventionsangeboten. Spezialisierte Drug Checking-Angebote bieten zudem die Möglichkeit zur vorgängigen Substanzanalyse. Dieses Angebot an Informationen und Beratung wird sowohl von den Festivalbesuchern als auch von den Organisatoren geschätzt. Nightlife Vaud wird am 30. Juni, 1., 7., 8. und 14. Juli im Strobe Klub am Montreux Jazz Festival präsent sein. Safer Dance Swiss wird vom 29. Juni bis 2. Juli am Burning Mountain Festival vertreten sein, vom 13. bis 16. Juli auch am Shankra Festival sowie vom 19. bis 23. Juli am SummerNeverEnds Festival (alle in Graubünden). Nuit blanche wird am 8. Juli an der Lake Parade in Genf mit der Möglichkeit zur Substanzanalyse präsent sein. danno.ch wird am 12. August im Sonderzug "Sound & Fun" von Lugano nach Zürich zur Street Parade anwesend sein. Damit die Party ein Vergnügen bleibt: Lösche den Durst mit alkoholfreien Getränken. Mach mal Pause – ausreichend Schlaf bei mehrtägigen Festivals lädt die Batterien wieder auf. Vergiss nicht, regelmässig und ausgewogen zu essen. Schütze dich vor der Sonne. Achte auf bequemes und sicheres Schuhwerk (Scherben, Steine etc.) Nimm warme Kleider und einen Schlafsack mit, wenn das Festival in den Bergen stattfindet. Beachte, dass sich Festivals nicht für Substanzexperimente eignen. Wenn du trotz Risiken Substanzen konsumierst, beachte folgende Safer-Use-Regeln: Trinke einen ½ Liter Wasser pro Stunde (Leber und Niere sind stark belastet). Substanzen wenn möglich analysieren lassen oder zumindest kleine Mengen probieren und mindestens zwei Stunden abwarten, um die Wirkung besser einschätzen zu können Vermeide wenn möglich Mischkonsum (auch mit Alkohol!) Kümmere dich um Freunde, wenn es ihnen schlecht geht. Wenn du konsumierst, informiere dein Umfeld darüber, was du nimmst. Nie Alkohol/Drogen am Steuer eines Fahrzeuges! Beachte auch die Safer Sex Regeln! Und ausserdem: Wer Kinder mitnimmt, soll diese nicht nur vor Hitze und Übermüdung, sondern auch vor der lauten Beschallung schützen. Ein guter Gehörschutz gerade für Kinder ist deshalb Pflicht. Quelle: Sucht Schweiz

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Die Schweiz wandert bei Vollmond

12. Schweizer Wandernacht Die 12. Schweizer Wandernacht findet von Samstag, 8. auf Sonntag, 9. Juli 2017 statt. Vom Verband Schweizer Wanderwege lanciert, stehen in dieser Vollmondnacht über 60 geführte Wanderungen in allen vier Sprachregionen zur Auswahl. Die Angebote reichen von Spaziergängen bei Sonnenunter-gang bis hin zu anspruchsvollen Nachtwanderungen für Ambitionierte. Die Wanderungen können unter www.wandernacht.ch nach Region, Dauer und Eignung für Familien selektiert werden. Quelle: Schweizer Wanderwege, www.wandern.ch, sondereggerfotos.ch Die Non-Profit-Organisation Schweizer Wanderwege lancierte 2006 die Schweizer Wandernacht. Seither schnüren jährlich jeweils hunderte Teilnehmende ihre Wanderschuhe, wenn der Tag der Nacht weicht und das Vollmondlicht den Weg weist. «Wandern bei Nacht ist ein besonderes Erlebnis, das wir so einem breiten Publikum zugänglich machen können», erklärt Michael Roschi, Geschäftsleiter der Schweizer Wanderwege. Yoga, Gipfelfrühstück und Sagen In diesem Jahr sind schweizweit über 60 individuelle Anbieter dem Aufruf der Schweizer Wanderwege gefolgt und laden zur geführten Wanderung bei Nacht ein. Ob auf den Spuren des Schellen-Ursli wandern, das Martinsloch bei Vollmond bestaunen, bei der Rast einen Einblick ins Älplerleben erhalten oder in 20 Stunden die Architektur der Stadt erkunden – die Palette ist breit. Weitere Angebote sind mit Aktivitäten wie Yoga, Mitternachts-Grillade, Gipfelfrühstück oder Sagenerzählungen angereichert. Alle Wanderungen der 12. Schweizer Wandernacht sind auf www.wandernacht.ch aufgeschaltet und laden dazu ein, die Nacht zum Tag zu machen. Anzahl Angebote Wandernacht: 64 Stand: 20.06.2017   Quelle: Schweizer Wanderwege

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Editorial

Die Gesundheit der Mächtigen

  Die Liste der Präsidenten, die ihr Amt mit angeschlagener Gesundheit antraten, ist lang: Abraham Lincoln oder John F. Kennedy gehören dazu, aber auch Winston Churchill, Franklin D. Roosevelt und Josef Stalin, die an der Konferenz von Jalta 1945 mit ihren Krankheiten sämtliche Abteilungen eines Spitals hätten beschäftigen können. Trotzdem unterzeichneten sie den Vertrag im bekannten Kurort. Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Helmut Schmidt erzählte, dass er nie bei guter Gesundheit gewesen sei und während seiner hochrangigen Funktion mehr als hundertmal ohnmächtig wurde. Kürzlich gab es auch Polemiken um den Gesundheitszustand von Hillary Clinton. Das Thema beschäftigt die Leute immer wieder, umso mehr, als eine Führungspersönlichkeit auch ein gewisses Ideal verkörpern soll. Was denken Sie? Mir persönlich ist es wichtiger, gesund zu sein, als Präsident, auch wenn natürlich beides möglich ist!   Serge C. Ducret, Herausgeber      

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Interview
Er rennt und rennt – selbst in der Wüste

Er rennt und rennt – selbst in der Wüste

Eric Christen Ein eiserner Wille gehört zweifellos zu seiner Persönlichkeit: Eric Christen absolvierte ein berufsbegleitendes Hochschulstudium und erwarb mit 42 Jahren einen MBA (Master Business Administration). Danach befindet er sich in einem Dilemma – was soll er mit der vielen Freizeit anfangen? Weil er sich gerne in der Natur bewegt, beginnt Eric Christen mit Laufen, rein zum Vergnügen!   Ihren ersten Lauf haben Sie mit 45 Jahren bestritten. Was ist Ihnen in Erinnerung geblieben? Ein Kollege hat mich überredet, an einem regionalen Lauf über 8 km teilzunehmen. Ich war nicht besonders begeistert, die Stimmung gefiel mir dann aber.   Spass machte Ihnen also nicht nur das Laufen, sondern auch die Ambiance. Wie ging es weiter? Ich habe mehr trainiert und an anderen klassischen Läufen wie Murten–Freiburg teilgenommen. Langsam kamen immer mehr Kilometer hinzu, und schliesslich wagte ich mich an Marathonrennen, unter anderem in New York.   Wie sind Sie dann auf den Ultra Trail gekommen, zu dem es nochmals ein grosser Schritt ist? 2015 stellte mir ein Freund die wohl nicht ganz ernst gemeinte Frage, ob ich mich nicht auch noch am Marathon des Sables (MDS)* beweisen wolle. Die Idee reizte mich. Es sollte mein eigenes Geschenk auf den 50. Geburtstag werden!   Der MDS ist eine Etappe der Ultra-Trail World Tour und gilt als eine der schwierigsten Strecken der Welt. Was ist am Ultra Trail besonders – abgesehen von der Distanz, die in 6 Etappen über 255 km führt, teilweise nachts und einmal nonstop über 80 km? Der MDS findet in der südlichen Wüste Marokkos statt, einer atemberaubenden, vielfältigen Gegend, die aber schwere Bedingungen bietet: Die Temperatur kann bis auf 50 Grad steigen, es gibt Sandstürme, das Terrain besteht aus Sanddünen, Hügeln, Wadis. Beim MDS muss man sich selber verpflegen. Deshalb tragen alle einen Rucksack mit Essen für eine Woche mit sich, nur Wasser wird zur Verfügung gestellt! Sie sind gerade von der Transgrancanaria zurück, einem Wettkampf über 125 km in einer Etappe mit 8000 positiven Höhenmetern. Welches sind Ihre nächsten Ziele? Ich habe viele Pläne, der nächste ist jedoch die «Diagonale des fous» auf der Insel La Réunion. Die Distanz beträgt 167 km und ist mit den 9950 positiven Höhenmetern in einer Etappe und maximal 60 Stunden zu bewältigen.   Mit Eric Christen sprach Serge C. Ducret, www.vitamag.ch *MDS-Video auf www.youtube.com

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Artikel

Ein erfüllteres Leben: Stoische Ruhe kann helfen

Häufig haben wir gegenüber Ereignissen in unserem Leben zu wenig Distanz. Wir vergessen, eine Metaposition einzunehmen. Bildlich ausgedrückt: Wir bleiben im Wald und sehen deshalb nur wenige Bäume. Wenn wir hingegen über dem Wald stehen, können wir mehr Bäume erkennen und mehr Blickwinkel entdecken. Gewisse philosophische Konzepte können uns bei dieser Positionierung helfen, zum Beispiel der Stoizismus.   Ursprung des Stoizismus Der Stoizismus ist eine philosophische und ethische Denkschule, die um 300 v. Chr. in Athen entstand. Die wichtigsten stoischen Philosophen waren Seneca, Zenon von Kition und Mark Aurel. Die philosophische Strömung hat die Jahrhunderte überdauert und zum Beispiel die kognitive Verhaltenstherapie inspiriert, die bei Psychotherapien und in der Persönlichkeitsentwicklung hervorragende Ergebnisse zeigt.   Wie kann uns stoische Ruhe helfen? Beim Stoizismus unterscheiden wir im Leben zwischen Dingen, die nicht von uns abhängen, und solchen, auf die wir Einfluss nehmen können. Wenn wir uns von diesem moralischen Konzept leiten lassen, begreifen wir, dass es nicht sinnvoll ist, verzweifelt gegen Dinge anzukämpfen, auf die wir keinen Einfluss haben. So sparen wir viel Energie. Diese Energie sollten wir stattdessen für Dinge verwenden, die wir beeinflussen können. Um Distanz zu gewinnen, können wir uns ausserdem Folgendes bewusst machen: Manchmal beschäftigt uns nicht eine bestimmte Situation, sondern lediglich unsere eigene Wahrnehmung dieser Situation. Können wir uns in diesen Punkten weiterentwickeln? Hilfreich ist, wenn wir uns selbst beobachten, wie wir in bestimmten Situationen reagieren, und wenn wir ein gelasseneres Verhalten üben. Beginnen Sie schrittweise mit Üben und intensivieren Sie dies langsam. Mit der Zeit wird diese Haltung zu einem Automatismus, der Ihr Leben friedlicher und leichter macht. Sagen wir nicht auch von anderen häufig: «Ich bewundere diese Person für ihre stoische Ruhe»?   Romain Ducret, Ausbildner und professioneller Coach www.gmrh.ch

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